Der A66-Tunnel bei Neuhof sorgt mal wieder für Aufregung. Am Mittwochmorgen, dem 20. Mai 2026, kam es zu einem Lkw-Unfall, der die Technik an der Tunneldecke schwer beschädigte. Dabei war der Lkw ein Autotransporter, der mehrere neue Autos geladen hatte. Der Fahrer bemerkte, dass die Deckenlampen stürzten und wich instinktiv auf die linke Spur aus. Leider riss er dabei auch die Überwachungskameras mit, die für die Sicherheit im Tunnel unerlässlich sind. Sichtbar ist der Schaden: Kabel hängen von der Decke, und Trümmer sowie Glasscherben liegen verstreut auf der Fahrbahn. Der Tunnel in Richtung Fulda wurde daraufhin gesperrt, um weitere Gefahren zu vermeiden.

Die Autobahn GmbH des Bundes gab bekannt, dass die Freigabe des Tunnels voraussichtlich am Donnerstag, den 21. Mai, gegen 16 Uhr erfolgen soll, möglicherweise mit einem Tempolimit von 60 km/h. Der Verkehr wird umgeleitet, und Autofahrer werden gebeten, den Bereich ab Neuhof-Süd über die parallel verlaufende Landstraße zu umfahren. Am Mittwochmorgen bildete sich bereits ein zwei Kilometer langer Stau, als der Tunnel dicht gemacht wurde. Es ist der zweite Vorfall innerhalb kurzer Zeit – erst am Montag war der Tunnel wegen Reparaturarbeiten nach einem Brand in der anderen Fahrtrichtung gesperrt.

Schaden und Reparaturen

Die Schadenshöhe ist bisher nicht bezifferbar, aber es wird mit einem großen Sachschaden gerechnet. Von den 34 Kameras, die den Tunnel überwachen, wurden 31 beschädigt, wobei 13 Kameras komplett zerstört wurden. Auch die Lautsprecheranlagen, die allesamt Sonderanfertigungen sind, wurden in Mitleidenschaft gezogen. Die Technik muss in den kommenden Wochen und Monaten repariert oder ersetzt werden, was regelmäßige nächtliche Vollsperrungen zur Folge haben wird. Der Tunnel selbst ist 20 cm höher als gefordert, was vielleicht auch eine Rolle bei der Entstehung solcher Unfälle spielen könnte.

Zum Glück gab es keine Verletzten – der Fahrer informierte die Polizei nach seiner Abfahrt in ein Gewerbegebiet. Dennoch bleibt festzuhalten, dass Tunnelunfälle in der Vergangenheit oft dramatische Folgen hatten. Man denke nur an die zahlreichen Tunnelunglücke, die in den letzten Jahrzehnten weltweit geschehen sind, von denen viele mit schweren Verletzungen und sogar Todesfällen einhergingen. In diesem Sinne ist es erfreulich, dass der Vorfall in Neuhof glimpflich ausgegangen ist. Dennoch bleibt die Frage, welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Sicherheit in solchen engen Röhren zu erhöhen, die oft nicht nur für den Transit, sondern auch für die Lokalisierung von Problemen auf den Straßen entscheidend sind.