Heute ist der 13.06.2026 und in Gießen tut sich einiges. Ein interaktives Museum hat am 17. Juni vergangenen Jahres seine Pforten geöffnet, und zwar auf dem Gelände des ehemaligen Notaufnahmelagers. Die Eröffnung fiel auf den früheren Tag der Deutschen Einheit, was nicht ganz zufällig gewählt wurde. Ziel des Museums ist es, über die Flucht aus der DDR zwischen 1946 und 1989 aufzuklären. Die beeindruckende Ausstellung erstreckt sich über 500 Quadratmeter und bietet über 1000 Fotos sowie 55 Bildschirme, die das Thema lebendig werden lassen. Besucher haben die Möglichkeit, Dokumente, Filme und Zeitzeugenberichte hautnah zu erleben – eine spannende und lehrreiche Erfahrung!

Und was wäre ein Besuch im Museum ohne eine kleine Stärkung? Das Café Ankunft versorgt die Gäste mit Speisen und Getränken. Hier wird unter anderem die traditionelle Soljanka angeboten, die sicher für so manche Geschmacksexplosion sorgt. Altbundespräsident Joachim Gauck war zur Eröffnung anwesend und sprach über Flucht und Freiheit, ein Thema, das auch heute noch viele beschäftigt. Mit etwa 20.000 Besuchern im ersten Jahr hat das Museum seine Erwartungen deutlich übertroffen – es wurden nur 15.000 angestrebt! Das zeigt, wie groß das Interesse an dieser wichtigen Thematik ist.

Bildung und Aufklärung

Ein weiteres spannendes Angebot des Museums sind die geplanten Fortbildungen für Lehrkräfte. Diese finden am Montag, dem 24. März 2025, in der Lehrkräfteakademie Gießen statt. Die Fortbildung besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil behandelt die Konzeption der Dauerausstellung, mit einem besonderen Fokus auf die DDR und die nationale Bedeutung des Notaufnahmelagers. Hierbei wird auch der Kontext der Arbeit des Notaufnahmelagers thematisiert. Die Schicksale von Heimatvertriebenen und Asylsuchenden werden beleuchtet und tragen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bei.

Im zweiten Teil der Fortbildung werden verschiedene pädagogische Programme vorgestellt. Diese reichen von „klassischen“ Führungen bis hin zu Workshops, die für unterschiedliche Klassenstufen und sogar berufliche Schulen angepasst sind. Die Verzahnung mit den Kerncurricula der entsprechenden Fächer ist dabei ein großes Plus. Informationen zu organisatorischen Rahmenbedingungen und Fördermöglichkeiten gibt es ebenfalls. Die Anmeldung erfolgt über den Veranstaltungskatalog der Lehrkräfteakademie oder direkt per Mail.

Besondere Events und digitale Angebote

Das Museum plant auch, an der Spielemesse Gamescom im August teilzunehmen, um das Digitalspiel „Grenzgänger“ zu präsentieren. Diese interaktive Erfahrung wird sicher viele junge Menschen ansprechen und das Bewusstsein für die Geschichte der Flucht aus der DDR weiter fördern. Besonders spannend ist auch die Einführung eines Hörspiels für Kinder mit dem Charakter Felix, einem magischen Kater. Wer hätte gedacht, dass Geschichte so unterhaltsam erzählt werden kann?

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Insgesamt ist die Bekanntheit des Museums ein wichtiges Ziel, das durch Plakate, Aushänge und soziale Medien gesteigert werden soll. Ein Ausstellungskatalog ist ebenfalls erhältlich, und das für nur 8 Euro – eine kleine Investition für viel Wissen. Mit 308 Führungen seit Jahresbeginn ist das Museum gut besucht und hat bereits ein engagiertes Team von 12 hauptamtlichen Mitarbeitern, unterstützt von studentischen Hilfskräften und freien Mitarbeitern. Das Engagement der Mitarbeiter wird deutlich – hier geschieht etwas, das man nicht verpassen sollte.

Die Ausstellung in Gießen ist mehr als nur ein Museum; sie ist ein Ort des Lernens, des Gedenkens und der Aufklärung. Die Geschichte der Flucht und der menschlichen Schicksale wird hier lebendig, und das auf eine Weise, die zum Nachdenken anregt. Wer also noch nicht dort war, sollte sich unbedingt auf den Weg machen – es lohnt sich!

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