Heute ist der 20.06.2026 und der Kreis Groß-Gerau kämpft weiterhin gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP). Vor zwei Jahren wurde der erste Fall in Rüsselsheim-Königstädten festgestellt, und seither hat sich viel getan – aber eine echte Entwarnung gibt es noch lange nicht. Aktuell leben nur noch 55 Hausschweine in 14 Betrieben, im Vergleich zu über 4.000 in 37 Betrieben vor dem Ausbruch. So viel hat der Virus verändert! Die Maßnahmen, die ergriffen wurden, sind weitreichend und kostenintensiv. So hat der Kreis bereits 2,9 Millionen Euro in den Kampf gegen die ASP investiert.

Die Situation bleibt angespannt. Im vergangenen Jahr wurden 3.455 Wildschweinkadaver im Kreis geborgen, von denen 644 positiv auf ASP getestet wurden. Die letzten bestätigten Fälle wurden am 26. Juli 2025 in Gernsheim registriert, und der April 2026 brachte einen weiteren Fall, der sich jedoch als alter Knochen herausstellte – das ist zumindest eine kleine Erleichterung.

Maßnahmen und Strategien

Um die Ausbreitung der ASP zu verhindern, wurden über 400 Kilometer Festzaun in Südhessen errichtet. Die Jäger im Kreis Groß-Gerau haben 1.475 Wildschweine erlegt, und der Kreis zahlt dafür 100 Euro pro erlegtem Tier – das Land Hessen verdoppelt sogar die Prämie! Es ist eine Art von Teamarbeit, denn die mobilen Entnahmeteams unterstützen die Jäger aktiv. Außerdem werden weiße Zonen eingerichtet, in denen keine Wildschweine vorkommen sollen, insbesondere am Kühkopf.

Das Regierungspräsidium Darmstadt koordiniert die neuen Zonengrenzen mit den betroffenen Landkreisen und dem Hessischen Landwirtschaftsministerium. Hierbei sind die allgemeinen Verfügungen zur Anordnung der Maßnahmen entscheidend. Diese werden von den zuständigen Landkreisen und kreisfreien Städten erlassen und sind online einsehbar. Eine interaktive Karte zeigt die aktuell eingerichteten Sperrzonen und ist unter diesem Link verfügbar. Es ist zu beachten, dass sich die Tierseuchenlage ständig ändern kann, was auch Anpassungen der Zonengrenzen zur Folge haben könnte.

Ein Blick auf die Vergangenheit

Die Afrikanische Schweinepest ist kein neues Phänomen. Diese hochansteckende Virusinfektion breitet sich seit 2014 in Europa aus, mit Fällen in verschiedenen Bundesländern wie Brandenburg, Sachsen und auch Hessen. Besonders die Wildschweine sind betroffen. Der Virus kann durch direkten Kontakt zwischen Wild- und Hausschweinen übertragen werden, und Lebensmittelreste von infizierten Tieren sind eine große Gefahr – sie sollten unbedingt unzugänglich entsorgt werden.

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Ein Lichtblick in der Dunkelheit: In den letzten Jahren gab es in verschiedenen Regionen Deutschlands Erfolge bei der Tilgung der ASP, und viele Restriktionszonen wurden verkleinert. Dennoch bleibt die Lage angespannt, besonders in Groß-Gerau und im Nachbar-Landkreis Bergstraße, wo neue Fälle aufgetaucht sind. Der Kampf gegen diese Tierseuche erfordert also weiterhin viel Aufmerksamkeit und Engagement.

Die Bekämpfung der ASP obliegt den Bundesländern, unterstützt durch das Friedrich-Loeffler-Institut. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft intensiviert seine Aufklärungs- und Überwachungsmaßnahmen. Das Thema bleibt also brisant, und die Entwicklungen sind nicht nur für die Landwirte, sondern für die gesamte Region von großer Bedeutung. Man kann nur hoffen, dass die Maßnahmen bald Früchte tragen und die ASP endlich überwunden wird.

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