Im Main-Kinzig-Kreis wird zurzeit ein bedeutendes Projekt zur Aufwertung des europäischen Kulturradwegs „Perlen der Jossa“ vorangetrieben. Mit einem Investitionsvolumen von rund 79.000 Euro soll die Sicherheit und der Komfort für Radfahrer erheblich verbessert werden. Durch die Initiierung von Gesprächen mit den Bürgermeistern der Kommunen Jossgrund, Bad Soden-Salmünster, Sinntal und Steinau an der Straße wird eine enge Zusammenarbeit angestrebt, um die Wegequalität nachhaltig zu steigern. Ein Nutzungsvertrag, unterzeichnet von Landrat Thorsten Stolz, Kreisbeigeordnetem Jannik Marquart und Vertretern der beteiligten Kommunen sowie HessenForst, regelt die anstehenden Arbeiten und die Kostenaufteilung. Während der Kreis die einmalige Instandsetzung übernimmt, tragen die Kommunen die Folgekosten.

Der Kulturradweg erstreckt sich über etwa 30 Kilometer von Jossgrund-Villbach nach Emmerichsthal und weist eine Höhendifferenz von rund 200 Metern auf. Der Weg führt durch malerische Spessartwälder, wobei einige Abschnitte als unbefestigte Forstwege bei Regen problematisch sein können. Bisher hat die Gemeinde Jossgrund bereits 4 Kilometer des Radwegs instand gesetzt. Weitere Arbeiten sind zwischen Burgjoß und Mernes (3 km) sowie zwischen Marjoß und Jossa (3 km) geplant. Neu ist, dass die Wege eine wassergebundene Decke aus Naturschutzgründen erhalten werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, um die Attraktivität des Radwegs zu erhöhen und ihn für alle Nutzer sicherer zu gestalten.

Verbesserungen und Herausforderungen

Besonders im Abschnitt zwischen Lettgenbrunn und Pfaffenhausen wurde bereits mit der Verbesserung der Wegequalität begonnen. Hier wiesen der Rad- und Fußweg zuvor Mängel auf, die durch Bewuchs und eingewachsene Bankette bedingt waren. Der neue Leiter des Bauhofs Jossgrund, Markus Fuss, hat diesen Abschnitt mit einem speziellen Pflegegerät bearbeitet, und der Landesbetrieb HessenForst wird eine Deckschicht aus Kalksand-Splittgemisch einbauen. Diese konkreten Maßnahmen zeigen das Engagement der Verantwortlichen, unter anderem von Jannik Marquart und Elmar Sachs, die sich zusammen mit Bürgermeister Victor Röder für den Kulturradweg einsetzen.

Der Kulturradweg „Perlen der Jossa“ ist nicht nur ein regionales Projekt, sondern auch Teil der hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute, die von Hessen Tourismus und Spessart Tourismus beworben wird. Marquart plant zudem Gespräche mit den Bürgermeistern der Anrainergemeinden, um den Ausbau und die Verkehrssicherheit des gesamten Radwegs zu gewährleisten. Es ist jedoch zu beachten, dass der Ausbau nicht von Hessen Mobil gefördert wird, weshalb der Main-Kinzig-Kreis sich in der Pflicht sieht, die Kommunen finanziell zu unterstützen.

Investitionen in die Radinfrastruktur

Hessen hat in den letzten Jahren seine Investitionen in die Nahmobilität deutlich erhöht. Für die Jahre 2023 und 2024 stehen stolze 48 Millionen Euro für Radwege in hessischen Städten und Gemeinden zur Verfügung. Darüber hinaus sind für den Ausbau von Radwegen an Landesstraßen für 2024 weitere 17 Millionen Euro eingeplant. Zwischen 2014 und 2024 wurden insgesamt 189,5 Millionen Euro für den Bau von Radwegen bereitgestellt, was die Bedeutung eines gut ausgebauten Radwegenetzes unterstreicht.

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Die Verantwortung für die Radwege liegt größtenteils bei den Städten und Gemeinden, und Hessen Mobil unterstützt die Kommunen durch die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) mit Qualitätsstandards und Leitfäden. Die kontinuierliche Unterstützung durch Hessen Mobil wird durch zusätzliche Stellen ausgebaut, was die Planung und den Ausbau der Radinfrastruktur weiter vorantreibt.

Insgesamt zeigt das Engagement des Main-Kinzig-Kreises für den Kulturradweg „Perlen der Jossa“ nicht nur die lokale Initiative zur Verbesserung der Radinfrastruktur, sondern auch die Notwendigkeit eines zielgerichteten Ausbaus des Radwegenetzes für eine nachhaltige Mobilität in Hessen. Weitere Informationen zu diesem Thema können auf der Fuldaer Zeitung nachgelesen werden.