Am 6. Juni 2026 trafen sich die Mitglieder des Kreisfeuerwehrverbandes Vogelsberg in Bernsfeld zur Delegiertenversammlung und zogen eine Bilanz über ein äußerst arbeitsreiches Jahr. Die Tagesordnung umfasste nicht nur die Berichte und die Kassenlage, sondern auch wichtige Beschlüsse, die das zukünftige Handeln der Feuerwehren im Vogelsbergkreis betreffen werden. Es ist beeindruckend zu sehen, dass der Verband zum Jahresende 2025 insgesamt 25.399 Mitglieder zählte. Das zeigt, wie stark die Feuerwehr in der Region verankert ist.

Die 161 Einsatzabteilungen in 19 Städten und Gemeinden wurden im Jahr 2025 zu insgesamt 1.159 Einsätzen alarmiert. Darunter fanden sich 244 Brandeinsätze und 752 technische Hilfeleistungen. Besonders bemerkenswerte Einsätze waren der Scheunenbrand in Angersbach, ein tödlicher Wohnhausbrand in Schotten und die Explosion auf einem Campingplatz in Kirtorf. Auch die Waldbrände in Herbstein und Lauterbach sowie ein Großbrand bei Boomex in Alsfeld forderten die Einsatzkräfte heraus. Ein heftiges Unwetter im Mai 2025 führte zu rund 50 Einsätzen, was die enorme Arbeitsbelastung verdeutlicht.

Jugendarbeit und Ehrenamt

Die Zahlen sprechen für sich: 4.239 Mitglieder in den Einsatzabteilungen, 221 Neueintritte und 270 Austritte – das ist ein ständiger Wandel, den es zu managen gilt. Besonders erfreulich ist die Jugendarbeit mit 100 Jugendfeuerwehren und 67 Kindergruppen, in denen 1.162 Jugendliche und 638 Kinder aktiv sind. Die Betreuer dieser Gruppen leisteten fast 10.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Solche Engagements sind für die Zukunft der Feuerwehr unabdingbar, denn hier werden die nächsten Generationen von Feuerwehrleuten ausgebildet.

Eine besondere Auszeichnung erhielt Hubert Helm von der Freiwilligen Feuerwehr Lautertal-Meiches, der das Ehrenkreuz in Silber erhielt. Außerdem wurde die Prüfsachverständigengesellschaft Ziersch mbH aus Mücke als „Partner der Feuerwehr“ ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht die wertvolle Unterstützung, die verschiedene Organisationen der Feuerwehr zukommen lassen. Die Themen für die Zukunft sind vielfältig: Mitgliedergewinnung, Tagesalarmsicherheit, Digitalisierung, Klimafolgen, Ausbildung, Katastrophenschutz und interkommunale Zusammenarbeit sind die großen Herausforderungen, die auf die Feuerwehr zukommen.

Ein starkes Fundament

In Deutschland sind über 1,25 Millionen Menschen ehrenamtlich in der Feuerwehr aktiv. Diese Zahl ist nicht nur beeindruckend, sie zeigt auch, wie wichtig die Feuerwehr für die Gesellschaft ist. Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) und die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) begrüßen die Gründung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt. Diese Stiftung, ein gemeinsames Vorhaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) sowie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), zielt darauf ab, Engagement in strukturschwachen und ländlichen Regionen zu unterstützen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Stiftung wird sich mit Digitalisierung beschäftigen und Informationsangebote bündeln, was für die Feuerwehren von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus wird sie auch bei der Nachwuchsgewinnung helfen und Fortbildungen anbieten. Es ist geplant, jährlich bis zu 30 Millionen Euro für die Stiftung bereitzustellen. Solche finanziellen Mittel können einen echten Unterschied machen, gerade in ländlichen Gebieten, wo die ehrenamtliche Arbeit oft auf den Schultern weniger Menschen lastet.

Der Zivil- und Katastrophenschutz

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland, der ebenfalls stark auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen ist. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung des Ehrenamts im Bevölkerungsschutz zu fördern. Das Referat N.I.4 im BBK kümmert sich darum, zukunftsorientierte Konzepte zu entwickeln und die Ehrenamtlichkeit zu unterstützen. Solche Bemühungen sind entscheidend, um die Daseinsvorsorge auch in Zukunft sicherstellen zu können.

Die Versammlung im Vogelsbergkreis hat einmal mehr die immense Bedeutung der Feuerwehr im ländlichen Raum verdeutlicht. Die Unterstützung durch die Gesellschaft und die kontinuierliche Arbeit der Ehrenamtlichen machen es möglich, dass die Feuerwehr auch in Zukunft eine tragende Säule der Gemeinschaft bleibt.

Hohe Datenschutzstandards und eine saubere technische Architektur schließen sich nicht aus. Unsere neue VeloCore-Plattform ist bewusst plugin-frei und datenschutzfreundlich umgesetzt worden - von Daniel Wom realisiert als klares Bekenntnis zur DSGVO.