Heute ist der 15.06.2026 und im Werra-Meißner-Kreis blüht es momentan in den intensivsten Farben! Die Mohnblüte hat bereits in Germerode begonnen und zieht Jahr für Jahr Tausende von Besuchern an. Wer die bunten Felder erleben möchte, kann auf eigens angelegten Wanderwegen durch die Mohnfelder spazieren, die sich über insgesamt 35 Hektar erstrecken. Im vergangenen Jahr haben über 20.000 Menschen die Mohnfelder besucht, und auch dieses Jahr wird mit großem Andrang gerechnet. Die ersten blühenden Sorten sind die violetten Sommermohn „Viola“ und der lilafarbene Wintermohn „Zeno Morphex“. In einer Woche wird der rosafarbene Sommermohn „Miezsko“ die Szenerie bereichern.

Besonders in Grandenborn, wo die Mohnblüte am 19. Juni startet, können Besucher die spätere Blüte der 100 Prozent pinken Mohnsorten bewundern. Die Wanderwege in der Region sind etwa vier Kilometer lang und müssen jährlich neu geplant werden. Der Rundweg in Germerode beginnt am Mohnlädchen am Neuen Weg, wo auch ein Parkplatz zur Verfügung steht. In Grandenborn startet der Rundweg in der Nähe des Dorfgemeinschaftshauses, ebenfalls mit einem Parkplatz. Das ist praktisch, denn nach einem schönen Spaziergang kann man sich mit Mohn-Spezialitäten wie Mohnbratwurst und Mohnkuchen in den Landcafés stärken. Wer es gemütlicher mag, kann an einer Planwagenfahrt durch die Felder teilnehmen – auch für Menschen mit Bewegungseinschränkungen ist das eine tolle Möglichkeit, die Schönheit der Mohnblüte zu genießen.

Mohnblüte als Touristenattraktion

Die Mohnblüte ist nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch ein beliebtes Fotomotiv. Claudia Krabbes, die Sprecherin des Geo-Naturparks „Frau-Holle-Land“, hebt die großen violetten Felder in Germerode und die pinkfarbenen Felder in Grandenborn hervor. Die Blütezeit wird voraussichtlich bis Ende Juni oder Anfang Juli andauern, sodass genug Zeit bleibt, die Pracht zu genießen. Wer sich für die aktuellen Blütensituation interessiert, kann diese über die Webseite und das Mohntelefon des Geo-Naturparks abrufen.

Aktivitäten während der Mohnblüte sind vielfältig. In Germerode läuft das Mohnprogramm bereits, während in Grandenborn die Veranstaltungen am 19. Juni beginnen. Geführte Wanderungen und sogar ein Mohnkino mit einem 20-minütigen Film über Mohn und die Region sind im Angebot. Der Ertrag des Mohns, der Mitte August geerntet wird, liegt bei 500 bis 1.000 Kilogramm pro Hektar, und etwa 10% der Ernte werden zu Öl verarbeitet. Der Rest findet Verwendung in der Küche, beim Backen oder sogar in Seifen. Das klingt doch nach einem leckeren Grund, die Region zu besuchen!

Die Geschichte des Mohnanbaus

Was viele vielleicht nicht wissen: Schlafmohn ist eine der ältesten Kulturpflanzen in Europa. Bereits ab etwa 6000 v. Chr. wurde er in Südeuropa als Nutzpflanze verwendet. In Deutschland war der Mohn vor dem Zweiten Weltkrieg in der Landwirtschaft verbreitet – bis zur Wiedervereinigung in der DDR. Der Anbau wurde durch das Betäubungsmittelgesetz stark eingeschränkt. Heute dürfen nur drei morphinarme Mohnsorten mit Genehmigung der Bundesopiumstelle angebaut werden: die Sommermohnsorten „Mieszko“ und „VIOLA“ sowie die Wintermohnsorte „ZENO MORPHEX“. Diese Sorten haben einen Morphingehalt von unter 0,02 % und sind für den Anbau geeignet.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land werden seit 2018 jährlich mindestens 29 Hektar Mohnfelder bestellt. 2023 sind es sogar fast 40 Hektar! Das zeigt, wie wichtig der Mohnanbau in der Region ist. Die Forschung zur Verbesserung des Mohnanbaus wird unter anderem von der Uni Kassel unterstützt, um Erträge und den Ölgehalt der Samen zu analysieren. Mohnbauer Björn Sippel hat große Pläne: Er möchte zusätzliche Sorten anbauen, um die Vielfalt der Mohnblüte weiter zu steigern. Wenn das nicht nach einer blühenden Zukunft klingt!

Ein modernes Nachrichtenportal wie unseres, muss für alle Menschen zugänglich sein. Unser Website System wurde daher konsequent nach den Vorgaben der WCAG 2.1 und BITV 2.0 neu entwickelt – mit sauberer Struktur, ARIA-Attributen und ohne technische Hürden für assistive Technologien. Die barrierefreie Umsetzung verantwortete Daniel Wom / VeloCore.