Heute ist der 1.05.2026 und im Wetteraukreis gibt es Neuigkeiten, die aufhorchen lassen! Patricia Zajac hat die Leitung des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe in Friedberg übernommen. Sie folgt damit Beatrix Falkenstein nach, die lange Zeit das Kommando hatte. Das Zentrum ist eine wichtige Anlaufstelle für viele, jährlich werden dort etwa 1000 Klienten betreut, darunter auch Angehörige von suchtkranken Menschen. Ein engagiertes Team von 28 Mitarbeitern kümmert sich um die Belange der Betroffenen, und das nicht nur in Friedberg, sondern auch in Außenstellen in Büdingen, Nidda, Bad Vilbel und Karben. Es ist wirklich beeindruckend, wie vielschichtig die Angebote sind, die das Zentrum bereithält: von Beratung über ambulante Reha bis hin zu Suchtnachsorge und Schulprojekten.
Besonders hervorzuheben sind die Präventionsmaßnahmen, die Zajac und Falkenstein als essentiell erachten. Kampagnen wie „Dry January“ haben bereits viele Menschen erreicht. Doch die Herausforderungen sind groß, vor allem in einer Zeit, in der der Konsum von Vapes bei Jugendlichen stark ansteigt, während der Zigarettenkonsum zurückgeht. Das Zentrum thematisiert die akuten und langfristigen Folgen von Sucht, einschließlich der neurologischen Schäden, die durch Lachgas-Konsum entstehen können. Es ist alarmierend zu sehen, wie einfach der Zugang zu Drogen geworden ist, insbesondere durch neue Lieferdienste. In der Wetterau sind die vorherrschenden Süchte Cannabis, Alkohol, Benzodiazepine, Amphetamine und sogar Mediensucht. Ein besonders kritischer Punkt ist die Glücksspielsucht; Zajac warnt davor, dass der erste große Gewinn oft der Beginn einer Abwärtsspirale ist.
Hilfe für alle
Das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe bietet eine wertfreie Hilfestellung und ermutigt alle Betroffenen, sich ohne Scham Hilfe zu suchen. Hier ist es wichtig, dass jeder einen Zugang zu Unterstützung findet – und das gilt nicht nur für die Menschen direkt betroffen von Sucht. Auch Angehörige sind oft in einer schwierigen Lage und benötigen Unterstützung. Um diesen Bedarf zu decken, sind niedrigschwellige Beratungsangebote im Internet eine großartige Alternative. Diese Form der Hilfe ermöglicht es Jugendlichen, anonym und unverbindlich Hilfe zu erhalten. Es ist ein echter Vorteil, dass E-Mail-Beratung Ängste abbaut und eine Grundlage für Verhaltensveränderungen schaffen kann. Online-Beratung ist so zeitlich und örtlich unabhängig, dass sie für viele eine effektive Maßnahme zur Prävention und Frühintervention darstellt.
Die Kommunikation findet in einem vertrauten digitalen Rahmen statt, was Hemmungen vor klassischen Therapiekonzepten verringert. Ein weiterer Punkt, der nicht unterschätzt werden sollte, ist die anonyme Beratung im Internet, die tatsächlich die Zurückhaltung vieler Jugendlicher senkt. In Zeiten, in denen alles immer schneller und digitaler wird, ist es entscheidend, dass die Hilfe sich anpasst und auch online verfügbar ist. Und wenn man mehr über die Online-Suchtberatung erfahren möchte, kann man sich auf den Seiten des Bundesgesundheitsministeriums informieren. Dort gibt es viele nützliche Informationen und Hilfsangebote, die auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten sind.
Die Herausforderungen im Bereich der Suchtprävention und -beratung sind groß, doch mit einem engagierten Team und modernen Ansätzen wie der Online-Beratung wird im Wetteraukreis viel getan, um Menschen, die Hilfe benötigen, zur Seite zu stehen.