Heute ist der 17.06.2026 und der Wetteraukreis steht ganz im Zeichen der Fußball-Weltmeisterschaft. Die Vorfreude auf die Spiele der deutschen Nationalmannschaft ist deutlich spürbar. Doch nicht nur die Spiele selbst sorgen für Aufregung, sondern auch die neuen Regelungen, die während der WM gelten, insbesondere in Bad Nauheim. Hier ist das Public Viewing nach 22 Uhr schlichtweg nicht erlaubt. Wer also plant, die Spiele nach dieser Uhrzeit zu übertragen, der muss sich auf große Einschränkungen einstellen.

Die DFB-Elf wird am Sonntag um 19 Uhr deutscher Zeit ins Turnier starten. Anstoßzeiten, die um 22 Uhr liegen, erfordern besondere Regelungen, die die Bundesregierung für die WM festgelegt hat. Diese Ausnahmeregelung gilt auch im Wetteraukreis. Bislang wurden jedoch keine Anträge auf Ausnahmen für Spielübertragungen nach 22 Uhr gestellt. Das bedeutet, dass Fans in Bad Nauheim sich auf die Übertragungen in den örtlichen Lokalen beschränken müssen. So übertragen das Apfelweinlokal „Stöffche“ und Willys Pub nur die Deutschland-Spiele, während ein Bistro auf dem Marktplatz alle WM-Spiele zeigt, die bis 22 Uhr enden.

Regeln und Ausnahmen im Detail

In Bad Vilbel sieht die Situation schon anders aus: Hier dürfen Live-Übertragungen in Außenbereichen auch nach 22 Uhr stattfinden, solange die Spiele spätestens um 22 Uhr beginnen. Ein besonderes Augenmerk gilt den Spielen der deutschen Mannschaft ab dem Sechzehntelfinale, die an einem Samstag stattfinden – hier gilt die Ausnahmeregelung sogar bei Anstoßzeiten bis 23 Uhr. Aber Vorsicht! Diese Regelung endet spätestens um 1 Uhr nachts. Für alle Fans, die sich nach dem Spiel noch in den Feierlichkeiten verlieren wollen, könnte das eine kleine Enttäuschung sein.

Die Stadt Friedberg hat sich zu einzelnen Genehmigungen nicht geäußert. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Regeln für Veranstaltungen außerhalb der üblichen Ruhezeiten sich nach den Vorgaben des Landes Hessen richten. Die verspätete Nachtruhe gilt nur für Liveübertragungen. Wer also eine Aufzeichnung oder eine andere Form der Unterhaltung plant, ist nicht von diesen Regelungen betroffen. Ein weiteres wichtiges Detail: Geräuschverursachende Fanartikel wie Gasfanfaren und Vuvuzelas sind nicht erlaubt. Das könnte die Stimmung ein wenig dämpfen, aber wer weiß, vielleicht bringt der Fußball ja auch ohne die lauten Hilfsmittel die nötige Begeisterung.

Public Viewing und seine Entwicklung

Public Viewing hat in Deutschland seit der WM 2006 enorm an Beliebtheit gewonnen. Die Atmosphäre in den Biergärten und auf den Straßen ist jedes Mal ein Erlebnis für sich. Während bei der kommenden WM 2026 in Kanada, Mexiko und den USA viele Spiele um 21 oder 22 Uhr MEZ stattfinden, wird man sich hierzulande an die bestehenden Regeln halten müssen. Private Feiern im Freien unterliegen zudem der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr, was eine Herausforderung sein könnte, wenn die Spiele bis spät in die Nacht gehen.

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Für private Veranstaltungen, die nicht öffentlich sind und keine kommerziellen Interessen verfolgen, sind keine speziellen Lizenzen erforderlich. Das erleichtert vielen Fans die Planung. Wenn jedoch öffentliche Events in Biergärten oder Bars stattfinden, sind eine kostenpflichtige FIFA-Lizenz und GEMA-Gebühren nötig. Das sorgt bei vielen Gastronomen für gemischte Gefühle. Die Möglichkeit für Public Viewing nach 22 Uhr wird zwar positiv gesehen, aber viele werden sich dennoch fragen, wie sie ihre Gäste unterhalten sollen, wenn die Spiele spät beginnen.

In München beispielsweise dürfen WM-Spiele im Außenbereich bis 1 Uhr und wieder ab 6 Uhr übertragen werden, was die Situation für viele Fans dort deutlich entspannter macht. Hier sind allerdings keine großen Public Viewing-Veranstaltungen geplant – ein Gegensatz zur Europameisterschaft 2024. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Stimmung und die Regelungen in den kommenden Wochen entwickeln werden.

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