Das Phänomen der 25-Jährigen in Deutschland: Warum immer noch viele bei den Eltern wohnen
Heute ist der 1.07.2026 und ich sitze hier in Wiesbaden, um über ein interessantes Phänomen in Deutschland zu berichten: das immer noch hohe Ausmaß an 25-Jährigen, die bei ihren Eltern leben. Laut aktuellen Zahlen leben etwa 30 Prozent der 25-Jährigen in Deutschland im vergangenen Jahr noch im Elternhaus. Das sind 2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, als der Anteil bei 28 Prozent lag. Besonders auffällig ist, dass Söhne länger zu Hause bleiben als Töchter – 36 Prozent der Männer und nur 23 Prozent der Frauen in diesem Alter wohnen noch bei ihren Eltern.
Wenn wir die Zahlen weiter betrachten, wird es noch spannender: Mit 30 Jahren sind es immer noch 13 Prozent der Söhne und 7 Prozent der Töchter, die nicht den Schritt in die Eigenständigkeit gewagt haben. Und auch im Alter von 40 Jahren sind es immer noch 5 Prozent der Männer und 2 Prozent der Frauen, die weiterhin im Elternhaus leben. Diese Entwicklung wirft Fragen auf, denn etwa drei Viertel der 25- bis 34-Jährigen, die im Elternhaus leben, sind erwerbstätig. Von diesen arbeiten sogar 80 Prozent in Vollzeit. Es ist also nicht so, dass sie faul auf dem Sofa liegen. Vielleicht ist es einfach der Komfort des Elternhauses, der sie festhält? Hier gibt es mehr Informationen dazu.
Das Auszugsalter im internationalen Vergleich
Das durchschnittliche Auszugsalter in Deutschland liegt bei 24,1 Jahren, was im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ früh ist. Zum Beispiel zieht man in Finnland am frühesten aus, und zwar im Schnitt mit nur 21,3 Jahren. Auf der anderen Seite haben wir Kroatien, wo das Auszugsalter mit 31,5 Jahren am höchsten ist. Interessant ist auch, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt mit 23,3 Jahren ausziehen, während Männer etwas später mit 24,8 Jahren den Schritt wagen. Im EU-Durchschnitt liegt das Auszugsalter für Frauen bei 25,5 Jahren und für Männer bei 27,2 Jahren. Diese Unterschiede zeigen, wie kulturelle Faktoren das Auszugsverhalten prägen können.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen von 2024 offenbart, dass 28,4 Prozent der 25-Jährigen in Deutschland noch immer bei ihren Eltern wohnen. Das sind 1 Prozent mehr als im Jahr 2021. Besonders auffällig ist hier, dass 33,8 Prozent der 25-jährigen Männer und nur 22,4 Prozent der Frauen zu Hause leben. Diese Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer jährlichen Stichprobenerhebung, die uns wichtige Einblicke in das Lebensumfeld junger Menschen gibt. Hier können Sie weitere Details nachlesen.
Ein Blick in die Zukunft
Ob das Auszugsverhalten in den kommenden Jahren weiter so aussieht, bleibt abzuwarten. Es könnte sein, dass die steigenden Lebenshaltungskosten und der Wohnraummangel in vielen Städten dazu führen, dass junge Erwachsene länger bei ihren Eltern wohnen bleiben. Die Diskussion über die Gründe dafür ist vielschichtig und reicht von finanziellen Aspekten bis hin zu gesellschaftlichen Erwartungen. In Deutschland ist das Auszugsalter im Vergleich zu vielen anderen EU-Staaten relativ früh, was in einem so großen Land wie Deutschland sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Hier gibt es mehr Einblicke in das Thema.
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