In Wiesbaden wird am Donnerstag, dem 21. Mai, ein ganz besonderes Event stattfinden: Der zehnte Wiesbadener Science Pub. Von 19 bis 20.30 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, in das Lokal in der Seerobenstraße 2 zu kommen und sich mit Wissenschaftlern über das brisante Thema „Digitale Gewalt“ auszutauschen. Der Eintritt ist frei, was ein echter Anreiz ist, sich dieses Event nicht entgehen zu lassen!
Das Thema der digitalen Gewalt ist aktueller denn je. Hierbei werden verschiedene Facetten beleuchtet, wie Shitstorms, Hassrede, intime Bildverbreitung, Deepfakes, politische Einflussnahme, algorithmische Diskriminierung und strukturelle Ausgrenzung. In einer lockeren Atmosphäre wird ein offener Dialog zwischen Publikum und Experten gefördert. Der Ablauf sieht Impulsreferate von renommierten Wissenschaftlern vor, gefolgt von einem moderierten Austausch, bei dem Fragen direkt vor Ort oder anonym digital eingebracht werden können. Die Science-Pub-Netiquette fordert eine faktenbasierte und wissenschaftlich fundierte Diskussion.
Experten im Fokus
Zu den Speakern gehören Prof. Dr. Georgios Terizakis, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit, sowie Prof. Dr. Liebe, Studiendekan für Analytische & Digitale Forensik an der Hochschule Fresenius. Beide bringen ihre Expertise mit, um das Thema aufzuklären und zur Diskussion anzuregen. Die Zielgruppe sind Bürgerinnen und Bürger, die an gesellschaftlichen Themen aus wissenschaftlicher Perspektive Interesse haben. Für Rückfragen steht die Ansprechpartnerin Rebecca Reinhard, Hochschulbeauftragte im Dezernat des Oberbürgermeisters, bereit.
Doch was bedeutet digitale Gewalt konkret? In verschiedenen Kontexten, insbesondere in der Wissenschaft, wird der Einfluss von digitaler Gewalt auf Frauen zunehmend sichtbar. Ein Forschungsprojekt mit dem Titel „Digital Hate“ wird sich in den kommenden Jahren mit dieser Thematik auseinandersetzen und an mehreren Veranstaltungen teilnehmen. So wird beispielsweise am 25. November 2025 ein Vortrag mit dem Titel „Zwischen Sichtbarkeit und digitaler Gewalt: Öffentliche Wissensdiskurse als Herausforderung für die Gleichstellung in der Wissenschaft“ im Rahmen einer Ringvorlesung an der OTH Regensburg stattfinden.
Perspektiven auf digitale Gewalt
Ein weiterer Vortrag, der in diesem Kontext geplant ist, trägt den Titel „Facing digital violence in academia“ und wird am 6. und 7. November 2025 im Rahmen einer Konferenz an der Universität Graz stattfinden. Auch die Erfahrungen von Wissenschaftlerinnen, die unter digitaler Gewalt leiden, werden thematisiert. Eine entsprechende Veranstaltung wird vom 17. bis 19. September 2025 auf der bukof-Jahrestagung stattfinden. Zudem wird ein Vortrag über die Auswirkungen digitaler Gewalt auf weibliche Forscherinnen am 17. und 18. September 2026 in Lissabon präsentiert. Diese Entwicklungen verdeutlichen, wie wichtig es ist, sich mit den Herausforderungen der digitalen Welt auseinanderzusetzen und die Stimmen der Betroffenen zu hören.
Die anstehenden Veranstaltungen unterstreichen die Relevanz des Themas und zeigen, wie weitreichend die Debatte über digitale Gewalt in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen ist. Der Wiesbadener Science Pub bietet eine hervorragende Plattform, um diese Gespräche zu beginnen und zu vertiefen. Es bleibt spannend, welche Impulse aus diesem Event heraus entstehen werden.