Festival up Platt in Greifswald 2026
In Greifswald, am 9. Juni 2026, hat ein aufregendes Event begonnen: das „Festival up Platt“. Dieses besondere Festival erstreckt sich über fünf Tage und ist nicht nur für die Erwachsenen gedacht, sondern bietet auch Kindern eine breite Palette an Aktivitäten. Von Geschichten und Liedern über Lesungen bis hin zu Theaterstücken und einem maritimen Spaziergang – hier wird die niederdeutsche Sprache auf vielfältige Weise lebendig. Die Festival-Leiterin Imke Freiberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen jeden Alters, von Kita-Kindern bis hin zu Senioren, für die niederdeutsche Kultur zu begeistern. Das Festival hat sich in den letzten sechs Jahren in Mecklenburg-Vorpommern als fester Bestandteil der „Plattdeutschen Wochen“ etabliert. Mehr Informationen dazu findet man im NDR-Artikel.
Besonders hervorzuheben ist das Theaterstück „Hein Hannemann“, das die Abenteuergeschichte eines Rostocker Jungen um 1900 erzählt. Das Stück ist so gestaltet, dass es fast ohne jegliche Niederdeutsch-Kenntnisse verständlich ist. Es wird in „Missingsch“ aufgeführt, einer Mischung aus Platt- und Hochdeutsch, und richtet sich an Kinder ab 11 Jahren sowie an Erwachsene. Die Zusammenarbeit mit der Theatergruppe „Randfigur“ und dem Kompetenzzentrum für Niederdeutsch-Didaktik in Greifswald macht dieses Event zu einem echten Gemeinschaftserlebnis.
Vielfältige Veranstaltungen und Angebote
Das Festival bietet eine Fülle an Veranstaltungen, die für jeden Geschmack etwas bereithalten. Am 9. Juni um 19 Uhr wird ein Konzert von Thomas Naedler & Susanne Bliemel unter dem Titel „Blink un Blank – plattdüütsch’ Geschichten un Gesang“ stattfinden. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Am 10. Juni um 17 Uhr führt Christian Peplow einen maritimen Rundgang zum Museumshafen an, der sich mit der Schifffahrtsgeschichte der Hansezeit beschäftigt. Hier sind gute Kenntnisse im Plattdeutschen von Vorteil, denn der Plattdeutsch-Anteil liegt bei .
Für Literaturfreunde gibt es ebenfalls viel zu entdecken. Um 19 Uhr am selben Tag liest Ulrike Stern über die vorpommersche Dichterin Martha Müller-Grählert, auch hier ist der Plattdeutsch-Anteil bei . Am 11. Juni stehen gleich zwei Vorstellungen des Theaterstücks „Hein Hannemann“ auf dem Programm, um 10 Uhr und 18 Uhr. Für Schulklassen und deren Begleitungen gibt es freien Eintritt! Am Nachmittag wird um 16 Uhr eine Lesung von Studierenden des Fachbereichs Germanistik/Niederdeutsch stattfinden, die märchenhafte Geschichten vortragen. Der Eintritt ist frei, und der Plattdeutsch-Anteil ist mit ** angegeben. Am letzten Tag des Festivals, dem 12. Juni, gibt es für die Kleinen ein Figurentheater namens „Hans in’n Glück“, das um 10 Uhr beginnt. Und um 16 Uhr laden Anke Ortlieb und ihre Familienlesung im Koeppenhaus dazu ein, mit vielen Hochdeutschen und plattdeutschen Geschichten in die Welt der Bücher einzutauchen.
Ein Festival mit Tradition
Das „Festival up Platt“ ist nicht das einzige Event, das sich der Pflege der niederdeutschen Sprache widmet. Im Emsland findet beispielsweise vom 26. September bis 5. Oktober 2025 das Festival PlattSatt! statt, das unter dem Motto steht, Plattdeutsch in seiner Vielfalt erlebbar zu machen. Hier wird ein spannendes Programm aus Theater, Literatur, Musik und Kulinarik angeboten, das ebenfalls für alle Generationen zugänglich ist. Der Präsident der Emsländischen Landschaft e.V., Marc-André Burgdorf, hebt die kulturelle Bedeutung von Plattdeutsch hervor und unterstreicht, wie wichtig es ist, diese Traditionen lebendig zu halten. Die Unterstützung von Vereinen und engagierten Menschen macht all diese Veranstaltungen möglich und zeigt, wie lebendig die plattdeutsche Kultur ist.
Zurück in Greifswald, wo das Festival heute in vollem Gange ist, spürt man die Vorfreude und das Engagement der Besucher und Veranstalter. Die Möglichkeit, die niederdeutsche Sprache und Kultur hautnah zu erleben, macht dieses Festival zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein. Wer noch nicht dabei war, sollte sich die Chance nicht entgehen lassen und die nächsten Tage in Greifswald nutzen!
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