Heute ist der 23.06.2026 und in Greifswald gibt es eine ungewöhnliche Geschichte, die selbst den erfahrensten Tierparkmitarbeitern ein Schmunzeln entlockt. Im Tierpark Greifswald, der sich im malerischen Landkreis Vorpommern-Greifswald befindet, sorgt ein Pelikan für Aufregung. Was für ein Anblick! Eine Mitarbeiterin des Parks hatte gerade eben noch Wasser für die Tiere geholt, als der etwa 1,30 Meter große Vogel plötzlich im Meerschweinchenhaus auftauchte. Wie kam der Pelikan nur dorthin? Das ist die große Frage!

Bereits am Freitag wurde in und um Greifswald ein Pelikan gesichtet. Mehrere Institutionen haben versucht, das Tier einzufangen, aber ohne Erfolg. Irgendwie scheint der Pelikan ein ganz schöner Unruhestifter zu sein. Um ihm eine sichere Unterkunft zu bieten, wurde er für zwei Tage in der Wildvogelauffangstation des Tierparks untergebracht. Dort werden viele einheimische Vögel gepflegt und wieder in die Freiheit entlassen. Wahrscheinlich hat der Pelikan aus einem anderen Tierpark von seiner Reise erzählt, denn er zeigt sich äußerst zutraulich.

Von der Wildvogelauffangstation zum Zoo

Die Wildvogelauffangstation wurde 2017 gegründet und ist eine echte Bereicherung für den Tierpark, denn sie ist die einzige ihrer Art im ganzen Bundesland. Dank Fördermitteln des Landwirtschaftsministeriums und den Eigenmitteln des Vereins kann hier eine professionelle Erstversorgung der Tiere gewährleistet werden. Besonders wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Tierarztpraxis Quandt und Bracke. Dort werden die Tiere behandelt, die dann, nach ihrer Genesung, wieder in die Natur entlassen werden. Ein Blick auf die beeindruckenden Zahlen zeigt: Im Jahr 2022 wurden beispielsweise sechs Seeadler erfolgreich in die Freiheit entlassen.

Die Station hat eine wichtige Aufgabe: Sie bietet der Bevölkerung Hilfe bei Notfällen mit einheimischen Vögeln. Vor allem Greifvögel, Eulen und Störche werden regelmäßig aufgenommen. Jedes Jahr werden auch viele Singvögel, Möwen, Enten und Schwäne gepflegt. Wenn alles gut läuft, können die Tiere in die Wildnis zurückkehren. Das ist natürlich das große Ziel – aber nicht immer ist dies möglich. Manchmal sind die Verletzungen so schwer, dass ein schmerzloses Erlösen der Tiere notwendig ist. Das sind natürlich keine einfachen Entscheidungen.

Für den Pelikan ist ein Umzug in den Stralsunder Zoo geplant. Dort wird er in Gesellschaft von anderen Pelikanen leben und hat gute Chancen, gut integriert zu werden. Das klingt doch nach einem perfekten neuen Zuhause! Zudem wird geprüft, ob der Vogel einen Chip trägt, um mehr über seine Herkunft zu erfahren. Vielleicht erfahren wir bald, wo er wirklich herkommt und was ihn nach Greifswald verschlagen hat.

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