Reaktivierung der Bahnverbindung Greifswald-Lubmin ab Juli 2026
Ab dem 8. Juli 2026 ist es endlich soweit: Die einstige Bahnverbindung zwischen Greifswald und Lubmin wird nach einer langen Pause von 27 Jahren wiederbelebt! Die Züge werden am Wochenende für insgesamt sechs Wochen fahren, und das in einem zwei-Stunden-Takt. Ein Anblick, der Erinnerungen weckt, denn diese Strecke war bis zur Stilllegung im Jahr 1999 ein wichtiger Teil des Verkehrslebens, insbesondere für die Mitarbeiter des damals in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks. Der erste Zug verlässt Greifswald um 8:53 Uhr, der letzte um 18:53 Uhr. Die Initiative zur Reaktivierung stammt von den beteiligten Kommunen und dem Wirtschaftsministerium, und das Ziel ist klar: Man möchte herausfinden, ob die Bahnverbindung auch dauerhaft betrieben werden kann. Die Details könnt ihr in einem umfassenden Artikel auf NDR nachlesen.
Die Reaktivierung dieser Strecke ist mehr als nur ein nostalgisches Unterfangen. Eine Untersuchung, die im Auftrag des Wirtschaftsministeriums durchgeführt wurde, zeigt, dass es ein erhebliches Potenzial für den Personenverkehr gibt. Die PTV Transport Consult GmbH hat die Strecke analysiert und festgestellt, dass die Fahrzeit zwischen Greifswald und Lubmin nur 27 Minuten beträgt. Das sind 25,1 Kilometer voller Möglichkeiten! Dabei wurden zwei Szenarien untersucht: einmal, was passiert, wenn gar keine Züge fahren (Nullfall), und dann, was die Auswirkungen wären, wenn ein regulärer Zugbetrieb im Stunden- oder Zweistundentakt eingeführt wird. Die Prognosen sind vielversprechend und weisen auf eine mögliche Verlagerung von Bus- auf Bahnverkehr hin – besonders wichtig für den ländlichen Raum.
Die Haltepunkte im Detail
Ein weiterer interessanter Aspekt sind die möglichen Haltepunkte, die die Strecke bedienen könnte. Neben dem Greifswalder Hauptbahnhof und dem Südbahnhof sind auch Haltestellen in Kemnitz sowie in Lubmin selbst vorgesehen. Das Seebad Lubmin und das ehemalige Kernkraftwerk werden ebenfalls angefahren. Aktuell wird die Strecke nur von Buslinien bedient, doch die Rückkehr der Bahn könnte Touristen und Pendler gleichermaßen anziehen. Die Stadt Greifswald, die Grüne Jugend und selbst Landrat Michael Sack (CDU) unterstützen die Initiative. An den Festtagen des MV-Tags wird der Zug sogar bis zum Abend auf der historischen Bahnstrecke unterwegs sein – ein Grund mehr, sich auf diesen Sommer zu freuen!
Die Untersuchung hat gezeigt, dass bei einem Zwei-Stunden-Takt mit etwa 395 Fahrgästen pro Tag zu rechnen ist, was an den Wochenenden sogar auf bis zu 522 Personen ansteigen könnte. Das sind Zahlen, die den Verantwortlichen Hoffnung geben! Besonders im Hinblick auf die Entwicklung einer Wasserstoff-Industrie in Lubmin könnte die Wiederanbindung an das Schienennetz für die Region von großer Bedeutung sein. Man könnte fast sagen: Die Zeit steht nicht still, und die Gleise warten darauf, wieder belebt zu werden.
Politische Rahmenbedingungen und Ausblick
Doch wie so oft gibt es auch hier Herausforderungen. Die Finanzierung dieser Reaktivierung ist noch nicht gesichert, und die Gespräche mit den zuständigen Behörden sind notwendig, um eine gesetzliche Grundlage zu schaffen. Eine Mobilitätsoffensive des Landes Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2023 gibt jedoch politischen Rückenwind. Die Ergebnisse der Untersuchungen sind vielversprechend, und die Prognosen für die Strecke zwischen Greifswald und Lubmin zeigen, dass eine Wiederbelebung der Bahn tragbar wäre. Ob und wann die Züge tatsächlich fahren, hängt letztlich von politischen und finanziellen Entscheidungen ab.
Die Rückkehr der Bahn könnte nicht nur die Mobilität in Vorpommern fördern, sondern auch einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Zukunft dieser Strecke bleibt spannend, und wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln. Der Weg ist noch lang, aber die ersten Schritte sind gemacht, und das ist ein Grund zur Freude!
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