Heute ist der 1.05.2026 und in Greifswald gibt es spannende Neuigkeiten aus dem benachbarten Deutschland. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald wird das Projekt „Spacemaker“ ins Leben gerufen, das darauf abzielt, kreative und partizipative Jugendbegegnungsorte zu schaffen. Die Initiative wird vom Kulturlandbüro aus Rothenklempenow geleitet, und die Projektleiterin Maria Elsner hat Großes vor. Mit einer Anschubfinanzierung von 20.000 Euro sollen in den nächsten drei Jahren insgesamt sechs neue Jugendorte entstehen, die genau auf die Bedürfnisse der Jugendlichen zugeschnitten sind.
Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Jugendlichen selbst darüber entscheiden, wie ihre Treffpunkte aussehen sollen. Sei es eine Werkstatt, ein Proberaum oder ein Jugendclub – die Ideen sind vielfältig. Die Mitarbeiterinnen des Kulturlandbüros unterstützen die Jugendlichen bei der Ideenfindung und der Umsetzung ihrer Visionen. Aktuell werden bereits zwei Orte getestet: In Mönkebude wird ein Raum ausgebaut, während in Jarmen Planungen für eine Kleingartenparzelle und einen Container am Skatepark vorangetrieben werden.
Herausforderungen der Jugendbeteiligung
Die Schaffung geeigneter Jugendorte ist besonders in ländlichen Gegenden ein drängendes Problem. Viele Jugendliche haben den Wunsch, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung mitzuwirken, doch traditionelle Jugendclubs können diesem Bedürfnis oft nicht gerecht werden. Das Kulturlandbüro hat die Abnahme von Jugendclubs und Treffpunkten über die Jahre hinweg beobachtet und festgestellt, dass es an Finanzierung, geeigneten Räumen und vor allem an pädagogischem Fachpersonal mangelt. Gerade in ländlichen Regionen, wo über die Hälfte der Bevölkerung lebt, ist das demokratische Selbstverständnis stark erodiert.
Mit „Spacemaker“ möchte man diesen Herausforderungen begegnen und alternative Ansätze entwickeln. Der Fokus liegt darauf, den Jugendlichen Kompetenzen in demokratischem und unternehmerischem Handeln zu vermitteln. Die Idee ist, dass die Jugendlichen und lokale Partner gemeinsam den Bedarf ermitteln und die Form sowie die Umsetzung der Begegnungsorte gestalten. Das fördert nicht nur die Selbstbestimmung, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Politische Unterstützung und Zukunftsperspektiven
Das Projekt wird durch die Drosos Stiftung gefördert und erhält eine Kofinanzierung vom Landkreis Vorpommern-Greifswald. Das Bundesjugendministerium hat sich ebenfalls zum Ziel gesetzt, die politische Beteiligung junger Menschen zu stärken. Viele Jugendliche wollen gleichwertig wie Erwachsene in Beteiligungsprozesse einbezogen werden. Dies geschieht nicht nur durch die Schaffung von Jugendbegegnungsorten, sondern auch durch die Entwicklung einer digitalen Beteiligungsplattform, die im zweiten Quartal 2026 verfügbar sein soll.
Die Ergebnisse aus verschiedenen Jugendbeteiligungsformaten zeigen, dass junge Menschen sich engagieren und ihre Stimme gehört haben möchten. Ein Forum, die JugendPolitikTage 2025, wird als Plattform dienen, um Ideen für eine jugendgerechte Zukunft einzubringen. Die BundesJugendKonferenz 2024 soll den Dialog zwischen jungen Menschen und der Politik fördern. Es ist also spannend zu beobachten, wie die Initiativen in Vorpommern-Greifswald und auf nationaler Ebene miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen.
Insgesamt zeigt das Projekt „Spacemaker“, wie wichtig es ist, den Jugendlichen Räume zu bieten, in denen sie sich verwirklichen und aktiv an ihrer Umgebung mitgestalten können. Es bleibt abzuwarten, welche kreativen Ideen und Lösungen in den kommenden Jahren in Vorpommern-Greifswald entstehen werden. Wer weiß, vielleicht wird das ein Vorbild für andere Regionen in Deutschland und darüber hinaus.