Heute ist der 22.04.2026, und in der Region Mecklenburgische Seenplatte stehen die Hühner im Mittelpunkt einer wichtigen Gesundheitsaktion. In einem innovativen Ansatz zur Bekämpfung der Newcastle-Krankheit impfen die Tierärztinnen Franziska Kindler und Ute Schönfelder Hühner in zehn Orten des Landkreises. Diese mobile Impfaktion findet an verschiedenen Bushaltestellen statt, darunter in Ramelow, Schwanbeck und Eichhorst. Die Kosten für die Impfung belaufen sich auf lediglich 50 Cent pro Huhn, was diese Maßnahme für die Geflügelhalter sehr erschwinglich macht.
Der verwendete Impfstoff wird frisch angemischt und muss zeitnah angewendet werden. Das bedeutet, dass die Tierhalter gut vorbereitet sein müssen, um die Impfung sofort durchzuführen. Besonders wichtig ist, dass der Lebend-Impfstoff nur eine begrenzte Haltbarkeit hat. In der Region um Friedland besteht zudem eine Impfpflicht gegen die Newcastle-Krankheit, was die Bedeutung dieser Aktion unterstreicht. Tierhalter werden zudem regelmäßig an die Überprüfung und Auffrischung des Impfstatus erinnert, um einen Ausbruch der anzeigepflichtigen atypischen Geflügelpest zu verhindern. An diesem Tag werden rund 1.200 Impfdosen ausgegeben, und eine weitere Impfaktion ist bereits für den Herbst geplant.
Gesundheit für das Geflügel
Die Newcastle-Krankheit stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Geflügelhaltung dar. Sie kann zu hohen Verlusten bei Tieren und damit auch zu finanziellen Einbußen für die Halter führen. Durch die mobile Impfaktion wird nicht nur die Gesundheit der Hühner gefördert, sondern auch die gesamte Geflügelwirtschaft in der Region stabilisiert. Die Tierärztinnen leisten hier einen wertvollen Beitrag zur Prävention und zum Schutz der Tiere.
In der heutigen Zeit, in der die Landwirtschaft immer wieder vor neuen Herausforderungen steht, wie etwa den Auswirkungen des Klimawandels oder der steigenden Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln, sind solche Initiativen unerlässlich. Sie zeigen, wie wichtig es ist, proaktive Maßnahmen zu ergreifen, um die Tiergesundheit zu sichern und den Fortbestand der Betriebe zu gewährleisten.
Die Tierärztinnen Kindler und Schönfelder müssen für ihre Arbeit nicht nur gut organisiert sein, sondern auch ein hohes Maß an Engagement zeigen. Ihre mobile Impfstation ist ein Beispiel dafür, wie man moderne Technologien und klassische Tiermedizin miteinander verbindet. Dies könnte in Zukunft als Modell für ähnliche Aktionen in anderen Regionen dienen.
Die Impfaktion ist ein Schritt in die richtige Richtung, um die Gesundheit der Hühner zu fördern und die Geflügelhalter in der Region zu unterstützen. In Anbetracht der kommenden Herausforderungen ist es wichtig, dass solche Programme fortgesetzt und gegebenenfalls ausgeweitet werden, um die Tiere und die Tierhalter bestmöglich zu schützen. Weitere Informationen zu dieser Aktion finden Sie auf der Seite des NDR.