In Neustrelitz, im malerischen Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, wird gerade an einem beeindruckenden Neubau gearbeitet, der die Ausbildung von zukünftigen Polizeikommissaren revolutionieren soll. Die Bundespolizeischule wird mit einem neuen Gebäude erweitert, das Platz für 255 Wohneinheiten für Anwärter und Anwärterinnen der Bundespolizei bieten wird. Der Bau ist eine echte Großbaustelle, und aktuell sind sogar drei Kräne am Werk, die über die Woldegker Chaussee ragen und unübersehbar sind. Die Bauweise ist ausgeklügelt: Die Zimmer werden fast vollständig ausgebaut auf Tiefladern angeliefert, was die Bauzeit erheblich verkürzt und die Effizienz steigert.
Das geplante viergeschossige Gebäude wird nicht nur Wohnräume beinhalten, sondern auch Gemeinschaftsräume mit Teeküchen sowie neun Lehrsäle und fünf Gruppenarbeitsräume. Eine durchdachte Planung, die sowohl den Bedürfnissen der Anwärter als auch den Anforderungen der Ausbildung gerecht wird. So wird es künftig möglich sein, die Ausbildung der jungen Polizeimeisterinnen und Polizeimeister an einem Ort zu bündeln. Die Kosten für dieses ambitious Projekt belaufen sich auf rund 155 Millionen Euro, die vom Bund finanziert werden. Es ist also nicht nur ein einfacher Neubau, sondern ein klares Bekenntnis zur Sicherheit und Ausbildung in Deutschland. Die Fertigstellung ist für April 2027 geplant, und statt eines traditionellen Richtfests wird im Juli ein sogenanntes Stapelfest gefeiert – das klingt doch schon mal nach einer feierlichen Angelegenheit!
Ein Zentrum der Ausbildung
Neustrelitz hat sich über die Jahre als wichtiger Standort für die Ausbildung von Polizeikräften etabliert. Hier werden nicht nur Anwärter für die Bundespolizei ausgebildet, sondern auch für die Parlamentspolizei im Deutschen Bundestag. Das ist schon etwas Besonderes! Insgesamt stehen derzeit 620 Unterkunftsplätze zur Verfügung, und nach dem Neubau soll dieser Wert gleich bleiben. Die älteren Unterkünfte werden nach Abschluss der Bauarbeiten schrittweise saniert, was einen weiteren Schritt in Richtung modernisierter Ausbildungsbedingungen darstellt. In diesem Jahr sind 216 Lehrgänge mit insgesamt 2680 Teilnehmern geplant – ganz schön viel Betrieb, der da in Neustrelitz herrscht!
Die Ausbildung selbst ist alles andere als langweilig! Anwärter im gehobenen Dienst lernen nicht nur Rechtswissenschaften und Psychologie, sondern auch Politik sowie Einsatz- und Führungslehre. Nach einer dreijährigen Ausbildung an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung erhalten die Absolventen den Titel Diplomverwaltungswirtin oder -wirt (FH). Das Studium ist abwechslungsreich – theoretische und praktische Phasen wechseln sich ab, und man ist ständig im Austausch mit erfahrenen Professoren und Polizeibeamten. Das Hauptstudium findet in Lübeck statt, während das Grundstudium in Brühl bei Bonn absolviert wird. Die Karrierechancen nach dem Abschluss sind vielfältig: Vom Ermittlungsdienst über den Kontroll- und Streifendienst bis hin zu ersten Führungsrollen ist alles möglich. Und für diejenigen, die noch höher hinaus wollen, gibt es Fortbildungsmöglichkeiten in verschiedenen spezialisierten Bereichen der Bundespolizei.
Man kann nur hoffen, dass der neue Campus in Neustrelitz dazu beiträgt, die Ausbildung noch effektiver und attraktiver zu gestalten. Wenn man bedenkt, wie wichtig gut ausgebildete Polizeikräfte für die Sicherheit und den Frieden in Deutschland sind, dann ist dieser Bau nicht nur ein Gewinn für die Anwärter, sondern für die gesamte Gesellschaft. Die Vorfreude auf die Fertigstellung im Jahr 2027 wächst mit jedem Tag – und wir dürfen gespannt sein, wie sich dieser Standort weiterentwickelt. Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt können Sie hier nachlesen.