Heute ist der 27.05.2026, und in Röbel, einer kleinen Stadt in der Mecklenburgischen Seenplatte, hat sich einiges getan. Mitarbeitende des Müritz-Klinikums in Waren sind in den Streik getreten. Rund 100 Beschäftigte, darunter Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten sowie Mitarbeitende aus der Verwaltung und dem Transportdienst, haben sich mobilisiert. Die Stimmung? Aufgeladen, das kann ich euch sagen! Sie haben sogar ein Boot gechartert, um zur Demo nach Röbel zu fahren. Ein kreativer Zug, der die Solidarität und Entschlossenheit der Streikenden unterstreicht.
Der Grund für diese Aktion sind gescheiterte Tarifverhandlungen. Seit über vier Monaten warten die Beschäftigten auf eine Einigung, doch die Geschäftsführung des Klinikums lehnt einen Tarifvertrag für das nichtärztliche Personal ab. Am Mittwoch und Donnerstag stehen Operationen in Waren auf der Kippe – von fünf OP-Sälen ist nur einer in Betrieb. Das klingt nicht gerade nach einem reibungslosen Klinikbetrieb. Zum Glück hat ein Sprecher des Klinikums die Versorgung der Patienten als gesichert bezeichnet. Da bleibt einem die Hoffnung, dass die Patienten nicht unter den politischen Auseinandersetzungen leiden müssen.
Die Hintergründe des Streiks
Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat den Streik organisiert, nachdem bereits mehrere Sondierungsgespräche ohne Ergebnis geblieben sind. Ver.di fordert einen Tarifvertrag, da die Löhne der nicht-ärztlichen Beschäftigten unterhalb der vergleichbaren Tariferhöhungen liegen. Es ist erschreckend, dass es seit der Privatisierung des Krankenhauses im Jahr 2002 keinen solchen Vertrag mehr gibt. Während die Ärztinnen und Ärzte seit Juli 2025 unter einem konzernweiten Tarifvertrag arbeiten, fühlen sich die anderen Mitarbeitenden offensichtlich übergangen.
Der Ärztliche Direktor, Dr. Stefan Bergt, hat betont, dass die Patientenversorgung während des Streiks gesichert ist. Dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack, wenn man bedenkt, dass die Geschäftsführung nicht bereit zu sein scheint, in einen Dialog zu treten. Friedrich Gottschewski, ein Gewerkschaftssekretär, hat die Situation der nicht-ärztlichen Belegschaft scharf kritisiert. „Die Löhne sind nicht akzeptabel, und wir müssen etwas ändern“, so seine Worte.
Politische Unterstützung und die Zukunft
Politiker, wie die SPD-Landtagsabgeordnete Nadine Julitz und die Stadtvertreterin Sylvia Hänsel, haben sich ebenfalls mit den Streikenden solidarisiert. Sie suchen das Gespräch – das ist doch mal ein positives Zeichen! Julitz hat die Wichtigkeit guter Löhne betont und die Notwendigkeit, schnell zu einer Einigung zu kommen. Es bleibt abzuwarten, ob diese Unterstützung aus der Politik tatsächlich etwas bewirken wird. Ein Streik ist immer ein Zeichen der Unzufriedenheit, und in diesem Fall haben die Mitarbeitenden eindrucksvoll gezeigt, dass sie bereit sind, für ihre Rechte zu kämpfen.
Insgesamt ist der Streik am Müritz-Klinikum ein deutlicher Hinweis auf die Herausforderungen, vor denen die Gesundheitsbranche steht. Es ist höchste Zeit, dass die Stimmen dieser wichtigen Mitarbeitenden gehört werden. Die kommenden Tage werden zeigen, wie sich die Situation entwickelt. Vielleicht wird der Druck der Streikenden und der politischen Unterstützung die Geschäftsführung doch noch zum Umdenken bewegen. Wir bleiben dran!
Für weitere Informationen könnt ihr die Originalquelle hier nachlesen und auch den Bericht über die Warnstreiks hier finden.
