Nico Klose: Ein neues Kapitel für Neubrandenburg
Heute ist der 18.07.2026 und wir schauen zurück auf ein spannendes Jahr für die Stadt Neubrandenburg, die mit Nico Klose einen neuen Oberbürgermeister hat. Am 17. Juli 2025 trat Klose sein Amt an, nachdem er die Wahl mit beeindruckenden 65,1 Prozent der Stimmen gewonnen hatte. Der 39-Jährige, der die CDU repräsentiert, hat in seinem ersten Amtsjahr gleich ordentlich zu tun gehabt. Große Bauprojekte, organisatorische Veränderungen und ein praller Terminkalender haben ihn auf Trab gehalten. Bei der Amtseinführung, die im Haus der Kultur und Bildung stattfand, legte er seinen Amtseid ab und versprach, seine Heimatstadt voranzubringen.
Klose beschreibt seine neue Rolle als den „anstrengendsten und härtesten Job“, den er je hatte, aber gleichzeitig auch als das „schönste und spannendste“ Erlebnis. Es scheint, als hätte er sich schnell in seinem Amt eingelebt und empfindet es als Ehre, Oberbürgermeister seiner Heimatstadt zu sein. Diese persönliche Verbindung zur Stadt ist für ihn wichtig. Er plant umfangreiche Investitionen, die sich auf über 100 Millionen Euro belaufen, darunter zwei Schulneubauten und die Sanierung des Jahnsportforums. Eine Herausforderung bleibt die Sicherstellung von Fördermitteln – hier muss die Stadt kreativ werden.
Der Schatten des Vorgängers
Sein Vorgänger, Silvio Witt, war von 2015 bis 2025 im Amt und ist eine interessante Figur in der Neubrandenburger Politik. Witt, der am 13. Mai 1978 in Neustrelitz geboren wurde, war als parteiloser Politiker auch Kabarettist. Unter seiner Führung konnte die Stadt eine Haushaltskonsolidierung vorzeitig beenden, was durchaus bemerkenswert ist. Doch nicht alles lief glatt. Ein Konflikt um die Regenbogenfahne führte zu seinem vorzeitigen Rücktritt – ein Thema, das Klose gelegentlich wieder anspricht, aber nicht mehr im Vordergrund steht. Witt kündigte seinen Rücktritt im Oktober 2024 an, und das, obwohl er zuletzt mit 87,5 Prozent der Stimmen für eine Wiederwahl unterstützt wurde.
Witt hat sich nach seiner Zeit als Oberbürgermeister neue Aufgaben gesucht und ist seit Anfang 2026 Bürgerbeauftragter des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Er hat sich für die Belange der Bürger stark gemacht und war in verschiedenen Gremien aktiv. Außerdem hat er viel für die lokale Gemeinschaft getan, wie die Ehrenmedaille des Deutschen Feuerwehrverbandes für sein Engagement im Brandschutz zeigt. Komischerweise bleibt der Konflikt um die Regenbogenfahne dennoch ein Thema, das die Stadtpolitik immer wieder aufwirbelt.
Nico Klose: Ein neuer Wind
Klose ist eine neue Stimme in der Kommunalpolitik. Er wurde am 8. Februar 1987 in Neubrandenburg geboren, begann seine berufliche Laufbahn nach dem Schulabschluss und gründete 2009 seine eigene Versicherungsagentur. Neben der Versicherungsbranche hat er sich auch politisch engagiert – von 2014 bis 2019 war er Mitglied der Gemeindevertretung Neverin. Seine Wahl als Bürgermeister dort war der erste Schritt auf seinem Weg zur Oberbürgermeisterschaft. Interessanterweise hat er die Unterstützung von SPD und Bündnis 90/Die Grünen erhalten, was in der politischen Landschaft Neubrandenburgs ein Zeichen von Zusammenarbeit ist.
Seine politische Agenda umfasst die Stärkung der lokalen Wirtschaft sowie die Förderung von Kultur und Ehrenamt. Klose bietet auch regelmäßige Bürgersprechstunden an, um den direkten Dialog mit den Bürgern zu fördern – ein Schritt, der in der heutigen Zeit vielleicht mehr denn je nötig ist. Der frische Wind, den er in die Stadt bringen möchte, wird bereits von vielen Bürgern begrüßt. Klose sieht seine unternehmerische Erfahrung als Vorteil und möchte frische Ideen einbringen.
Die kommenden Jahre bis 2032 versprechen spannend zu werden, sowohl für Klose als auch für die Stadt Neubrandenburg. Mit seinen ambitionierten Plänen und dem starken Fokus auf Bürgernähe könnte er tatsächlich einen positiven Wandel herbeiführen. Ob er die Herausforderungen meistern kann, bleibt abzuwarten – aber die Vorfreude auf die Entwicklungen ist groß.
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