Heute, am 1. Mai 2026, hat sich im Landkreis Nordwestmecklenburg etwas Entscheidendes getan. Der Kreistag hat jetzt einen Standort für ein neues Gefahrenabwehrzentrum festgelegt. Bei einer Sitzung im Wismarer Zeughaussaal wurde beschlossen, dass das Zentrum am „Großgewerbestandort Upahl–Grevesmühlen“ errichtet wird. Man könnte sagen, die Weichen sind gestellt!
Direkt an der A20, zwischen Grevesmühlen und Upahl, wird das neue Zentrum auf einer Fläche von 2,9 Hektar geplant. Die Entscheidung gegen den Ausbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Warin war nicht einfach. Man hätte dort umliegende Flächen kaufen und sogar Wald abholzen müssen – ein Schritt, den viele als nicht vertretbar erachteten. Dennoch sollen Teile der jetzigen Zentrale in Warin weiterhin genutzt werden, während die Planung für das neue Zentrum voranschreitet.
Ein Blick auf die Kosten und die Hintergründe
Die Vorstellbaren Kosten für das Projekt belaufen sich auf zwischen 30 und 50 Millionen Euro. Ein ordentliches Sümmchen, das da in den nächsten Jahren investiert werden soll. Vielleicht ist das auch eine Reaktion auf die Brandkatastrophe, die im September 2023 die Feuerwehrtechnische Zentrale in Warin heimgesucht hat. Bei diesem Großfeuer wurden 15 Fahrzeuge und drei Anhänger zerstört – ein Millionenschaden, der die Notwendigkeit eines neuen Gefahrenabwehrzentrums nur unterstreicht.
Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt derzeit wegen Brandstiftung, und ein mutmaßlicher Brandstifter ist noch auf freiem Fuß. Ein schriftliches Gutachten steht noch aus, aber Experten halten Brandstiftung für wahrscheinlich. Das ist natürlich ein düsteres Kapitel, das den Wiederaufbau in Warin begleitet, wo die Fahrzeughalle immer noch im Wiederaufbau ist.
Ein Beispiel aus der Region – Gießen
Wenn wir über Gefahrenabwehrzentren sprechen, sollten wir auch einen Blick nach Gießen werfen. Dort wurde das neue Gefahrenabwehrzentrum Gießen (GAZG) am 1. Juli 2023 eröffnet. Es beherbergt nicht nur die Feuerwache der Berufsfeuerwehr, sondern auch verschiedene Ämter und Abteilungen für Brand- und Bevölkerungsschutz. Interessant zu sehen, wie unterschiedlich die Ansätze in den verschiedenen Regionen sind. Dort wurde die alte Feuerwache als zu klein und veraltet angesehen, sodass eine Modernisierung dringend nötig war.
Das Gefahrenabwehrzentrum in Gießen ist das Ergebnis von über zehn Jahren Planung und zeigt, wie wichtig es ist, dass solche Einrichtungen rechtzeitig und ordentlich geplant werden. In Nordwestmecklenburg steht diese Herausforderung nun auch bevor. Die gemeinsame Sitzung der Stadtvertretung Grevesmühlen und der Gemeindevertretung Upahl wird sicher wichtige Entscheidungen und Diskussionen nach sich ziehen.
Die nächsten Schritte sind klar: Planung, Entwicklung und hoffentlich eine zügige Umsetzung. Irgendwie steckt in all dem viel Hoffnung auf eine bessere und sicherere Zukunft für die Region. Die Menschen hier können nur hoffen, dass die neuen Strukturen bald Realität werden und die Sicherheit in Nordwestmecklenburg gestärkt wird. Die Quelle der Informationen zu diesen Entwicklungen ist NDR und weitere Details zu den Brandermittlungen sind unter Wismar.fm zu finden.