Vom Todesstreifen zum Grünen Band: Naturschutz mit Geschichte in MV
Ein Ort der Geschichte, der einst von Mauer, Stacheldraht und Wachtürmen geprägt war, hat sich radikal gewandelt! 35 Jahre nach dem Mauerfall im November 1989 ist aus dem gefürchteten Todesstreifen ein blühendes Grünes Band geworden. Diese Transformation wurde am ehemaligen Grenzgebiet bei Schlagsdorf gefeiert, wo der Landrat von Nordwestmecklenburg, Tino Schomann (CDU), den Erfolg des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft würdigte.
Anlässlich des Jubiläums wurden neue Informationstafeln eingeweiht, die die Besucher über die bewegte Geschichte und die Bedeutung der Naturschutzflächen informieren. „Solche Schilder zur Besucherinformation tragen dazu bei, dass die Menschen nicht vergessen“, betonte Schomann und unterstrich die Wichtigkeit der Erinnerung an die Vergangenheit.
Ein Blick in die Vergangenheit
Maria Boness, die Leiterin der Geschäftsstelle des Zweckverbandes, fügte hinzu: „Das ehemalige Lankow liegt teilweise auf unseren Eigentumsflächen. Wir sind uns bewusst, dass wir Naturschutz in historischem Kontext betreiben.“ Diese Sensibilität zeigt sich in der Art und Weise, wie die Naturschutzarbeit mit den Mahnmalen der Geschichte verbunden wird. Ein Besuch in Lankow, einem ehemaligen Ort, der 1976 demontiert wurde, rundete das Programm ab und verdeutlichte die tiefen Wurzeln dieser Region.
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