Am vergangenen Sonntag endete das 35. Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern in der malerischen Landeshauptstadt Schwerin. Unter den zahlreichen Höhepunkten der Veranstaltung war die Verleihung des Ehrenpreises „Goldener Ochse“ an den renommierten Schauspieler Armin Mueller-Stahl. Diese Ehrung fand am Samstag im geschichtsträchtigen Filmtheater Capitol statt und sorgte für große Begeisterung im Publikum.

Mueller-Stahl, ein wahrer Meister seines Fachs, hielt eine bewegende Dankesrede, die nicht nur die Anwesenden berührte, sondern auch die enge Verbindung zu seiner Heimatregion Mecklenburg-Vorpommern deutlich machte. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig überreichte ihm die Trophäe und würdigte sein Lebenswerk, das von der DDR über Hollywood bis hin zu beeindruckenden deutschen Produktionen reicht. Dabei erinnerte sie an seine filmischen Wurzeln, die mit seinem ersten Film aus dem Jahr 1956 in Ahrenshoop begannen. „Der Goldene Ochse kommt zur rechten Zeit“, äußerte er stolz.

Ein Leben für die Kunst

Armin Mueller-Stahl blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück. Er wirkte seit 1960 in über 140 Filmen mit, darunter auch die Oscar-nominierte Rolle in „Shine – Der Weg ins Licht“, die als Höhepunkt seiner Laufbahn gilt. Sein schauspielerisches Talent wurde nicht nur in Deutschland, sondern auch international erkannt. Dennoch kehrte er immer wieder zu seinen Wurzeln zurück, etwa in der gefeierten Produktion „Die Manns – Ein Jahrhundertroman“. Auch als ausgebildeter Konzertgeiger hat er sein Können auf der Bühne gezeigt.

Ein Doku-Film über Egon Krenz feierte beim Filmkunstfest seine Uraufführung und erweiterte das Programm, das bereits zahlreiche ausverkaufte Veranstaltungen umfasste, vor allem für die DEFA-Filme mit Mueller-Stahl. Festivalleiter Volker Kufahl zog eine positive Bilanz, denn rund 18.000 Besucher strömten zu den Veranstaltungen. Sie alle erlebten das Festival als ein Fest der Filmkunst und der kulturellen Vielfalt.

Kulturelle Vielfalt und Engagement

Ministerpräsidentin Schwesig hob zudem die Bedeutung der kulturellen Vielfalt und Unabhängigkeit für die Demokratie hervor. Sie bedankte sich herzlich bei Volker Kufahl und dem Team des Filmkunstfestes für deren Engagement und die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung. Schwesig kündigte an, sich weiterhin für die Kultur einzusetzen – ein wichtiges Anliegen, das gerade in heutigen Zeiten an Bedeutung gewinnt.

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In Schwerin sind zudem zwei Ausstellungen zu sehen, die Mueller-Stahls malerisches Schaffen bis Ende Mai würdigen. Diese Veranstaltungen laden ein, den Künstler nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Maler und Schriftsteller kennenzulernen. Ein vielseitiger Mensch, der in den unterschiedlichsten Kunstformen zu Hause ist und immer wieder neue Akzente setzt.

So bleibt zu hoffen, dass die kulturellen Feste wie das Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern auch in Zukunft solch großen Zuspruch finden und Künstler wie Armin Mueller-Stahl weiterhin im Rampenlicht stehen. Denn schließlich ist es die Kunst, die uns verbindet und bereichert.

Für weitere Informationen über die Veranstaltung und die Ehrenpreisverleihung an Armin Mueller-Stahl, siehe auch die Berichterstattung auf ndr.de sowie die Pressemitteilung der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern hier.