In Stralsund sorgt ein 75-jähriger Mann für Aufsehen, weil er sich nicht an die Regelungen der Stadt hält. Er hat wiederholt Enten gefüttert und steht nun vor Gericht. Die Stadtverwaltung hat dies seit dem 3. Dezember 2020 in ihrer Grünflächensatzung verboten. Das Bußgeld, das ihm droht, beläuft sich auf stolze 1.400 Euro! Der Grund für dieses Verbot? Es soll einen Gewöhnungseffekt bei Wildtieren vermeiden und verhindern, dass andere Tiere angelockt werden. Wer hätte gedacht, dass es so ernst werden kann, nur weil man ein bisschen Brot ins Wasser wirft? Hier kann man mehr dazu erfahren.

Der Gerichtstermin ist für Dienstag Nachmittag um 15 Uhr angesetzt, und der ältere Herr ist fest entschlossen, das Bußgeld nicht zu zahlen. Er scheint sich nicht wirklich um die Regelungen zu scheren, die auch in anderen Städten Vorpommerns, wie Greifswald, ähnliche Fütterverbote aufstellen. Diese Vorschriften sind nicht nur in Stralsund ein Thema – in vielen deutschen Gemeinden gibt es das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln auf die Liste der verbotenen Praktiken gesetzt. Aber das ist nicht überall gleich geregelt. In Potsdam etwa kann man bis zu 1.000 Euro Bußgeld zahlen, wenn man beim Entenfüttern erwischt wird.

Das große Füttern und seine Folgen

Das Füttern von Enten ist nicht nur ein heiteres Freizeitvergnügen, sondern kann auch gesundheitliche Probleme für die Tiere mit sich bringen. Brot ist für die kleinen Schwimmer schwer verdaulich und kann ihre Gesundheit gefährden. Außerdem führt das Überangebot an Futter zu einer Überpopulation von Wasservögeln, was Stress und unnatürliches Verhalten zur Folge hat. Wer hätte gedacht, dass die Liebe zu den gefiederten Freunden solche Konsequenzen haben kann?

In Deutschland gibt es kein einheitliches Gesetz, das das Füttern von Wasservögeln bundesweit verbietet. Vielmehr obliegt es den einzelnen Gemeinden, ob sie ein Verbot aussprechen oder nicht. Einige Kommunen raten lediglich vom Füttern ab, ganz ohne Strafe. Auch die Schilder an den Gewässern, die auf Fütterungshinweise hinweisen, sind oft ein Hinweis darauf, dass die Stadt ein Verbot plant.

Wildtiere und ihre speziellen Bedürfnisse

Das Füttern von Wildtieren ist in Deutschland ebenfalls ein heikles Thema. In Wäldern und ländlichen Regionen sind Tiere wie Füchse und Wildschweine anzutreffen. Dort gelten strenge Regeln. Wildtiere dürfen privat nicht gefüttert werden, dies ist Jägern und Förstern in Notzeiten vorbehalten. Verstöße gegen das Fütterungsverbot können mit Geldstrafen von bis zu 25.000 Euro geahndet werden! Das klingt nach einem ziemlich riskanten Hobby. Die Gründe sind einleuchtend: Die Tiere verlieren ihre Scheu vor Menschen, was sie gefährdet, und es kann zu einer Mangelernährung kommen, wenn sie unartgerecht gefüttert werden. Hier gibt es mehr Informationen zu den Gefahren.

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Es ist also nicht nur eine Frage des guten Willens, sondern auch eine Frage des Naturschutzes und des Wohlbefindens der Tiere. So bleibt zu hoffen, dass der Mann aus Stralsund seine Lektion lernt und sich vielleicht das nächste Mal nur zum Beobachten der Enten hinreißen lässt – ganz ohne Brot im Gepäck.

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