Fassmer-Werft in Stralsund sichert sich Auftrag für Ausbildungsboote der Deutschen Marine
Heute ist der 18.07.2026, und während wir hier in Österreich die Sommerhitze genießen, gibt es spannende Entwicklungen im Norden Deutschlands zu berichten. Die Fassmer-Werft in Stralsund hat sich einen bedeutenden Auftrag gesichert: Sie wird die Rümpfe für vier Ausbildungsboote der Deutschen Marine bauen. Diese Boote sind nicht nur für die nautische Ausbildung von Marinesoldatinnen und -soldaten gedacht, sondern auch für den Lehrgang „Überleben auf See“. Ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit und Ausbildung unserer Streitkräfte!
Der Bau der Rümpfe, auch Kaskos genannt, beginnt im Herbst 2023. Es ist schon beeindruckend, dass die Werft in Stralsund es schafft, mehrere Schiffe parallel zu bauen. Nach der Fertigung in Stralsund werden die Boote zur Endausrüstung und Inbetriebnahme nach Berne geschleppt. Und hier kommt ein interessanter Punkt: Das vierte und letzte Kasko soll voraussichtlich Anfang 2029 die Fertigungshalle in Stralsund verlassen. Ein langfristiges Projekt, das nicht nur die Marine, sondern auch die lokale Wirtschaft ankurbeln wird.
Wachstum und Herausforderungen
Die Fassmer-Werft hat sich im ersten Quartal 2023 als Pächter auf dem Gelände der Stralsunder Volkswerft niedergelassen. Diese Entscheidung war entscheidend, denn sie bringt nicht nur frischen Wind in die Region, sondern sichert auch Arbeitsplätze für mehr als zwei Jahre. Aktuell beschäftigt die Werft rund 20 Mitarbeiter, doch die Zahl soll auf etwa 100 steigen. Das klingt nach einem gewaltigen Wachstum! Allerdings weist Firmenchef Harald Fassmer auf Schwierigkeiten bei der Fachkräftesuche hin. Viele ehemalige Schiffsbauer der Volkswerft haben mittlerweile andere Arbeitsplätze gefunden. Das ist natürlich ein Dilemma – die Nachfrage ist da, aber die passenden Hände fehlen.
Zusätzlich zu den Ausbildungsbooten arbeitet das Unternehmen in Stralsund auch an einem neuen Fischereiforschungsschiff, der „Walther Herwig“. Der Auftrag für dieses Schiff beläuft sich auf ein Investitionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich. Der zweite Bugteil für die „Walther Herwig“ kam am Freitag in Stralsund an und wiegt stolze 630 Tonnen. Dieser Einzelblock ist der schwerste Teil des Schiffes und wurde mit einem Spezialschiff aus Klaipeda in Litauen angeliefert. Die restlichen Rumpfteile und Aufbauten werden direkt in Stralsund gefertigt, und der Innenausbau soll ab Frühjahr 2027 in Berne beginnen. Die Indienststellung des Schiffes ist für Frühjahr 2028 geplant. Das ist alles ziemlich aufregend!
Ein Blick in die Zukunft
Die neuen Ausbildungsboote werden etwa 50 Meter lang sein. Das klingt nicht nur nach einer soliden Größe, sondern auch nach einem spannenden Projekt für die Werft. Die technischen Möglichkeiten in Stralsund ermöglichen, wie bereits erwähnt, den parallelen Bau mehrerer Schiffe. Und die Pläne enden nicht bei den Ausbildungsbooten: Parallel dazu sollen auch zwei Offshore-Patrouillenschiffe für Singapur in Stralsund entstehen. Die Entwicklung eines Maritimen Gewerbeparks in Stralsund gestaltet sich allerdings als schwieriger und kostspieliger als ursprünglich gedacht. Es bleibt also spannend, wie sich die maritime Landschaft in der Region entwickeln wird.
Historisch gesehen war Stralsund stets ein wichtiger Standort für den Schiffbau. Zu DDR-Zeiten wurden hier Fischereischiffe, nach der Wende dann Containerfrachter sowie Kreuzfahrtschiffe gebaut. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Stadt und die Werft sich an die neuen Gegebenheiten anpassen und gleichzeitig die Tradition des Schiffbaus aufrechterhalten. Mit all diesen Entwicklungen bleibt zu hoffen, dass Stralsund nicht nur ein Ort des Wandels, sondern auch des Wachstums bleibt.
Für weitere Informationen zu den aktuellen Projekten der Fassmer-Werft können Sie den Artikel auf Welt.de nachlesen. Außerdem lohnt sich ein Blick auf NDR.de, wo noch weitere Details zu finden sind.
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