Heute ist der 24.07.2026. In den letzten Wochen hat sich in den USA eine spannende, ja fast schon turbulente Situation rund um den Automobilhersteller Mercedes-Benz entwickelt. Ein Gesetzentwurf, der im amerikanischen Repräsentantenhaus auf den Tisch kam, könnte fatale Folgen für das Unternehmen haben. Der „Connected Vehicle Security Act“ könnte Mercedes in den USA ganz schön zusetzen. Kommt es wirklich dazu, dass der Verkauf von Fahrzeugen in den USA für die Stuttgarter Marke gefährdet ist? Die Details dazu sind mehr als interessant.

Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Autohersteller, die mit einem „ausländischen Gegner“ in Verbindung stehen, vom US-Markt ausgeschlossen werden. Und hier kommt’s: Der chinesische BAIC-Konzern hält 9,98 Prozent der Stimmrechte an Mercedes, was ihn zum größten Einzelaktionär macht. Das ist natürlich ein Problem, denn das Gesetz soll in erster Linie chinesische Automarken vom amerikanischen Markt fernhalten. Ein weiteres Detail, das nicht unerwähnt bleiben sollte: Li Shufu, der Gründer des Autokonzerns Geely, hält über eine Holding 9,69 Prozent an Mercedes-Benz. Die politische Diskussion um den Gesetzentwurf ist bereits in vollem Gange. Senator Bernie Moreno und Senatorin Elissa Slotkin haben das Gesetz eingebracht, und die ersten Hürden wurden bereits genommen.

Politische Debatten und mögliche Auswirkungen

In der Ausschussdiskussion kam es zu hitzigen Debatten. Senator Ted Cruz schlug vor, die 15-Prozent-Schwelle ganz zu streichen, aus der Befürchtung heraus, diese könnte gezielt deutsche Automobilhersteller schwächen. Moolenaar, ein republikanischer Abgeordneter, stellte sich hingegen hinter die Schwelle und kritisierte Mercedes‘ Einflussnahme auf den Gesetzgebungsprozess. Mercedes selbst betont, dass die chinesischen Anteilseigner keinen Einfluss auf die Unternehmensführung haben, doch die Unsicherheit bleibt.

Bis 2030 plant Mercedes, rund vier Milliarden US-Dollar in sein Werk in Alabama zu investieren. Das klingt nach einer soliden Strategie, aber die Frage bleibt: Wie wirkt sich der Gesetzentwurf auf die 160.000 Arbeitsplätze in den USA aus, darunter über 10.000 Beschäftigte in Alabama und South Carolina? Der US-Markt ist für Mercedes nach China und Deutschland der wichtigste Einzelmarkt. In den ersten sechs Monaten 2023 verkaufte Mercedes in den USA 163.000 Autos – fast 20 Prozent des globalen Absatzes. Das sind Dimensionen, die man nicht einfach ignorieren kann.

Globale Reaktionen und weitere Regelungen

Interessanterweise wurde der „Connected Vehicle Security Act of 2026“ auch bereits vom US-Senat verabschiedet. Ab Januar 2027 dürfen keine chinesisch verbundenen Fahrzeuge mit drahtloser Technologie in die USA importiert oder verkauft werden. Das betrifft nicht nur die chinesischen Hersteller, sondern auch Fahrzeuge, die mit Russland, Iran und Nordkorea verbunden sind. Experten warnen, dass solche Maßnahme nicht nur Mercedes, sondern auch die gesamte globale Automobil-Lieferkette schädigen könnte.

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Die Regelungen des Bureau of Industry and Security (BIS) des U.S. Department of Commerce, die seit dem 17. März 2025 in Kraft sind, schränken den Import und die Vermarktung von „Connected Vehicles“ erheblich ein. Diese Regelungen betreffen nicht nur Fahrzeuge, die in China gebaut werden, sondern auch solche, die in Europa, Mexiko oder den USA montiert werden, wenn sie bestimmte Software oder Hardware von PRC- oder Russland-kontrollierten Unternehmen enthalten. Das klingt nach einer regelrechten Herausforderung für die Hersteller.

Die Diskussionen um diese Themen sind alles andere als abgeschlossen. Die chinesische Regierung hat die US-Maßnahmen als typischen Protektionismus bezeichnet und fordert eine Überdenkung der Entscheidungen. Die Frage ist, wie sich all diese Entwicklungen auf die Zukunft von Mercedes und den amerikanischen Automarkt auswirken werden. Die nächsten Monate könnten entscheidend sein.

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