Heute ist der 12.07.2026 und in Deutschland hat sich in der Politik einiges getan. Der Bundestag hat das neue Gebäudeenergiegesetz verabschiedet, das für viele von uns, die in den angrenzenden Regionen leben, von Interesse ist. Dieses Gesetz erlaubt den Einbau neuer Gas- und Ölheizungen, was in Zeiten des Klimawandels schon für einige Diskussionen sorgt. Zuvor galt eine Regel, die vorschrieb, dass neu installierte Heizungen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen mussten, insbesondere in Neubaugebieten. Jetzt wird es etwas flexibler – oder vielleicht auch unübersichtlicher?

Union und SPD haben sich zusammengetan und festgelegt, dass neu installierte, fossil betriebene Heizungen künftig schrittweise CO₂-neutrale Brennstoffe wie Biomethan nutzen müssen. Während die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) von „Technologieoffenheit“ spricht und es als „Zwang zur Wärmepumpe“ bezeichnet, gibt es auch kritische Stimmen. Die Linke warnt vor einer „Kostenfalle“, die durch steigende CO₂-Abgaben und hohe Netzentgelte für Gasanschlüsse entstehen könnte. Auch die Grünen sind nicht gerade begeistert und werfen der Regierung vor, die steigenden Preise fossiler Brennstoffe zu ignorieren und beim Klimaschutz Rückschritte zu machen.

Neue Regelungen ab 2028

Ein wichtiger Punkt des neuen Gesetzes ist, dass ab 2028 Vermieter zur Hälfte an Netzentgelten und CO₂-Kosten beteiligt werden. Es ist also nicht mehr nur die Mieterin oder der Mieter, die die Kosten tragen muss. Aber Vorsicht: Die Zuschüsse für den Austausch alter Heizungen werden reduziert. Wer also plant, seine Heizung zu modernisieren, sollte sich beeilen. Ab Januar 2029 wird eine sogenannte „Biotreppe“ eingeführt, die schrittweise klimafreundliche Brennstoffe für neue Heizungen vorschreibt. Und ab 2045 fällt sogar eine Regelung weg, die fossile Brennstoffe für Heizkessel verbieten wollte. Man könnte fast sagen, dass die Politik hier einen langen Atem braucht – oder vielleicht eher einen langen Heizungswechsel!

Es bleibt nicht unbemerkt, dass Kritiker befürchten, das ambitionierte Ziel Deutschlands, bis 2045 klimaneutral zu wirtschaften, durch dieses Gesetz gefährdet sein könnte. Klagen gegen das Gesetz werden bereits erwartet. Mit einer so komplexen Materie sind die Meinungen natürlich geteilt, und es bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Umsetzung der Klimaziele auswirkt.

Förderungen und Unterstützung

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass ab dem 27. August 2024 Förderungen für den Heizungstausch beginnen werden. Bis zu 35 Prozent der Investitionskosten können gefördert werden, wobei eine Grundförderung von 30 Prozent für Hauseigentümer, Vermietende, Unternehmen und sogar gemeinnützige Vereine bereitsteht. Wer schnell handelt und selbst nutzende Eigentümer ist, kann sogar einen Geschwindigkeitsbonus von 20 Prozent erhalten – aber auch dieser wird nach 2028 alle zwei Jahre sinken.

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Darüber hinaus können die Fördermittel auch für energetische Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung und neue Fenster beantragt werden. Technologische Optionen für Heizungen, die 65 Prozent erneuerbare Energie nutzen, reichen von Wärmenetzanschlüssen über elektrische Wärmepumpen bis hin zu Hybridheizungen und Solarthermie. In bestehenden Gebäuden sind auch Biomasseheizungen und Gasheizungen mit erneuerbaren Gasen vorgesehen. Es ist also einiges in Bewegung.

Einige werden sich fragen, wie sich all das konkret auf die Heizkosten auswirkt. Ab 2024 wird der CO₂-Preis für fossile Brennstoffe auf 45 Euro pro Tonne steigen. Ein weiterer Anstieg auf 55 Euro ist für 2025 geplant, während ab 2027 ein EU-weiter CO₂-Emissionshandel für Gebäudewärme und Verkehr eingeführt werden soll. Es bleibt spannend, wie sich diese Veränderungen auf die Heizlandschaft in Deutschland und darüber hinaus auswirken werden.

Für viele Menschen in angrenzenden Regionen wie Österreich wird es interessant sein zu beobachten, wie sich diese Gesetze auf die Energiewende insgesamt auswirken. Vielleicht sind wir ja schon bald in einer Situation, in der klimafreundliche Heizlösungen nicht nur ein Thema für Politiker, sondern für jeden Haushalt sind. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Winter ja ganz anders, als wir es gewohnt sind.

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