In Cloppenburg tut sich was! Seit 2021 gibt es dort ein ganz besonderes Projekt, das Ehrenamtliche mit viel Herzblut ins Leben gerufen haben: die Rikscha-Fahrten für Senioren. Gregor Möller-Reemts ist der Initiator und hat mit seinem Team, bestehend aus 42 engagierten Fahrern und Fahrerinnen, eine Möglichkeit geschaffen, um älteren Menschen die Teilnahme am Leben zu erleichtern. Das Angebot hat sich mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus ausgedehnt und zieht auch das Interesse anderer Orte auf sich, sogar bis nach Hannover! Für die Fahrten stehen vier Rikschas und ein spezielles Gefährt für Rollstühle zur Verfügung. Diese Fahrten sind eine wunderbare Gelegenheit, um den Bewohnern von Senioreneinrichtungen einen Ausflug zu ermöglichen, der etwa 1,5 Stunden dauert und eine entspannte Kaffeepause beinhaltet.
Die Routen sind individuell und können ganz nach den Wünschen der Teilnehmer gestaltet werden. Und es gibt sogar kuriose Stopps, wie Besuche bei Fast-Food-Restaurants oder Eisdielen – man will ja schließlich auch etwas erleben! Besonders schön ist, dass die Fahrten auch als Geburtstagsgeschenk genutzt werden können. Das Projekt hat sich zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Am 14. Juni steht eine große Sternfahrt zur Thülsfelder Talsperre an, bei der um 10 Uhr in allen 13 Kommunen des Landkreises gestartet wird. Ab 11.45 Uhr wartet dort ein tolles Bühnenprogramm mit musikalischer Unterhaltung auf die Teilnehmer. Und das Beste? Die Musik wird durch den Strom erzeugt, den die Fahrräder produzieren!
Spendenaktion für eine neue Rikscha
Wie das Leben so spielt, wird auch für die Finanzierung einer neuen Rikscha gesorgt. Der Landkreis Cloppenburg hat die Spendenaktion „Wir radeln für alle“ ins Leben gerufen. Die Teilnahmegebühren für den Aktionstag sind moderat: 15 Euro für Erwachsene, 7 Euro für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 17 Jahren, während die Kleinsten bis 9 Jahre kostenlos mitfahren dürfen. Für diesen Betrag bekommen die Teilnehmer nicht nur eine geführte Radtour, sondern auch ein Mittagessen, Getränke, Kaffee und Kuchen sowie ein Tombola-Los und eine Radwanderkarte. Ein Euro jeder Teilnahmegebühr fließt in die Spendenaktion – das ist doch eine schöne Sache!
Aber nicht nur in Cloppenburg haben die Rikschafahrten an Beliebtheit gewonnen. Auch in Frankfurt bietet der Malteser Hilfsdienst seit 2020 solche Fahrten an. Die Nachfrage steigt und so gibt es dort zurzeit 18 Fahrer, die 76 Stammkunden betreuen. Helga Budig, eine 81-jährige Dame, ist bereits zum fünften Mal dabei. Wolfgang Dick, 66 Jahre alt, hat sich seit 2021 als Fahrer engagiert. Die Fahrten sind für Senioren kostenlos und bieten eine wertvolle Möglichkeit, mobilitätseingeschränkten Menschen zu helfen, ihre Umgebung zu entdecken.
Ein unvergessliches Erlebnis
Die Rikscha in Frankfurt, die durch einen Elektromotor unterstützt wird, hat drei Räder und bietet ein sicheres und stabiles Fahrgefühl. Die Fahrer durchlaufen eine theoretische und praktische Schulung, bevor sie ihre erste Fahrt antreten. Das ist wichtig, denn die Fahrten sollen ohne Zeitdruck stattfinden und zwischen März und November, sowohl werktags als auch am Wochenende, angeboten werden. Die Resonanz ist durchweg positiv, sowohl von Fahrern als auch von Fahrgästen. Die Rikscha zieht mit ihrem auffälligen Design die Blicke auf sich und sorgt so für ein wenig Aufregung im Straßenverkehr.
Die Idee hinter diesen Fahrten ist einfach: Sie bieten eine besondere Aktivität im Freien, die für viele Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind, eine willkommene Abwechslung darstellt. Die Touren werden auf Wunschrouten gestaltet und dauern in der Regel ein bis zwei Stunden. Auf diese Weise können die Senioren nicht nur neue Orte entdecken, sondern auch ihre sozialen Kontakte pflegen.
All diese Initiativen zeigen, wie wichtig es ist, Menschen zusammenzubringen und ihnen Freude zu bereiten. Es ist eine wunderbare Art, den Alltag ein Stück weit zu verschönern und gleichzeitig das Miteinander zu fördern. Wenn das nicht ein Grund zur Freude ist! Weitere Informationen zu den Rikscha-Fahrten finden Sie in den entsprechenden Quellen: Cloppenburg, Frankfurt und Malteser.
