In der kleinen Stadt Delmenhorst, die ja eigentlich nicht weit von uns entfernt ist, gibt es derzeit spannende Entwicklungen, die sowohl die Luftqualität als auch die lokale Wirtschaft betreffen. Ein großes Thema ist die neue Abluftanlage des Unternehmens DLW. Diese innovative Technik soll dafür sorgen, dass die Bürger endlich geruchsfrei wohnen können. Die Anlage hat bereits ihren Probebetrieb bestanden und wird in Kürze in Betrieb genommen. Mit Kosten von fünf Millionen Mark ist das ein gewaltiges Investment. Die Anlage hat eine beeindruckende Kapazität von 60.000 Kubikmetern Luft pro Stunde und reinigt die Abluft thermisch durch Verbrennung! Das ist doch ein starkes Zeichen für die Umwelt, oder? Die bereits bestehenden Filteranlagen reinigen übrigens „nur“ 30.000 Kubikmeter Luft pro Stunde. Da wird sich die Luftqualität rund um das DLW-Werk erheblich verbessern.

Ein weiteres großes Thema in Delmenhorst sind die Vorbereitungen der Banken und Sparkassen auf die Euro-Einführung zum Jahreswechsel 2001/2002. Die Bürger werden bereits gebeten, ihre D-Mark-Münzen frühzeitig einzuzahlen, um logistische Probleme zu vermeiden. Man schätzt, dass viele Menschen noch große Mengen an D-Mark-Münzen zu Hause horten. Das zeigt doch, wie wichtig der Übergang zur neuen Währung für die Menschen ist.

Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen

Niedersachsens Ministerpräsident Sigmar Gabriel hat sich derweilen über die Krise des Unternehmens Atlas Weyhausen informiert und betont, wie wichtig es ist, die Werke zu retten. Das ist eine ganz schön herausfordernde Situation für die Region. Umso schöner, dass der Fahrrad- und Freizeitartikelhändler BOC eine neue Filiale im ehemaligen Extra-Markt am Hasporter Damm eröffnet. Das wird die sechste bundesweite Filiale des Unternehmens. Auf der anderen Seite plant die Firma Waden in Prinzhöfte, ihre Produktionsanlagen für Hühnereier auszubauen. Voraussichtlich werden dort pro Stunde 33.000 Eier gekocht und verarbeitet! Aktuell beschäftigt die Firma Waden 50 Mitarbeiter, hat aber Pläne, auf bis zu 100 zu wachsen. Die Eier stammen aus eigenen Hühnerfarmen mit 80.000 Hennen. Das ist eine ordentliche Leistung, die auch den Arbeitsmarkt ankurbeln könnte.

In einem anderen Bereich hat die Firma Gerflor kürzlich über 20.000 Photovoltaik-Module mit einer Leistung von 7,8 kWp installiert, um die Produktion ihrer umweltgerechten DLW Linoleumböden auf ein neues, CO2-neutrales Level zu heben. Seit 1882 wird in Delmenhorst DLW Linoleum hergestellt, und das Beste daran? Der Großteil der Rohstoffe besteht aus organischen und mineralischen Materialien. Die ersten Phasen des Produktlebenszyklus sind bereits CO2-neutral. Und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis: Nach Abschluss der Installation wird der gesamte Strombedarf des Produktionsprozesses zu 100 % mit Ökostrom gedeckt.

Nachhaltigkeit und das große Ganze

Michael Stein, der Geschäftsführer von Gerflor in Deutschland, hat betont, wie wichtig diese neue Photovoltaik-Anlage für die Nachhaltigkeit ist. Was viele vielleicht nicht wissen: Solarstrom gilt als eine der saubersten Formen der Energiegewinnung. Während bei der Herstellung von Solaranlagen CO2-Emissionen entstehen, produzieren sie im Betrieb sauberen Strom ohne CO2-Emissionen. Und die energetische Amortisationszeit für moderne Photovoltaik-Anlagen liegt nur bei ein bis zwei Jahren! Danach produzieren sie über 25 bis 30 Jahre hinweg netto sauberen Strom. Das ist eine echte Win-win-Situation!

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Es gibt jedoch auch kritische Fragen zur Umweltfreundlichkeit der Herstellung dieser Solaranlagen. Die Ökobilanz wird durch eine Lebenszyklusanalyse bewertet, und die Emissionen liegen zwischen 21 und 59 Gramm CO2-Äquivalent pro erzeugter kWh. Aber selbst wenn man das in Betracht zieht, bleibt der Klimavorteil im Vergleich zu fossilen Energieträgern erheblich. Darüber hinaus sind die Materialien der Solarmodule kein Sondermüll, sondern wertvoller Elektroschrott, der recycelt werden kann – bis zu 95 % der Materialien können zurückgewonnen werden.

Die Entwicklungen in Delmenhorst zeigen, wie Unternehmen und Politik zusammenarbeiten, um die Herausforderungen der Zukunft anzugehen. Von der Verbesserung der Luftqualität bis hin zur Förderung nachhaltiger Produktionsmethoden – es gibt viel zu berichten aus dieser dynamischen Region!