In Emden ist heute ein ganz besonderes Treiben zu spüren! Die 35. Matjestage haben begonnen und die Stadt ist im Festtagsfieber. Vom 29. bis 31. Mai 2026 dreht sich hier alles um den köstlichen Matjes, den jung gefangenen Hering, der in verschiedenen Zubereitungen angeboten wird. Ob im Brötchen oder nach „Hausfrauenart“ – die Besucher können sich auf ein wahres Fest der Gaumenfreuden freuen. Die Veranstaltung, die rund um den Binnenhafen stattfindet, zieht geschätzte 180.000 Besucher an. Da ist gute Laune vorprogrammiert!

Mit dem offiziellen Startschuss durch den parteilosen Bürgermeister Tim Kruithoff um 11 Uhr wurde das Fest eröffnet. Über 40 Shantychöre aus der Region sorgen auf drei verschiedenen Bühnen für eine maritime Atmosphäre. Am Hafentor, im Stadtgarten und auf dem Heringslogger wird gesungen, geschunkelt und die Seele baumeln gelassen. Ein besonderes Highlight ist sicherlich das Konzert an Bord des Segelschiffs „Großherzogin Elizabeth“, das am Samstagmorgen in Emden einläuft. Zudem findet der traditionelle Matjeslauf statt – eine zehn Kilometer lange Strecke durch die malerische Emder Innenstadt, vorbei am maritimen Ratsdelft, wo die Traditionsschiffe festgemacht haben.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Matjestage sind mehr als nur ein Fest für Fischliebhaber. Hier wird auch die Tradition des ostfriesischen Heringsfangs gefeiert, die über 450 Jahre zurückreicht. Ursprünglich war der Hering ein Grundnahrungsmittel, das Wohlstand nach Ostfriesland brachte. Die ostfriesische Heringsfischerei wurde 1969 nach Bremerhaven verlagert, doch die Verarbeitung des Fisches bleibt fest in Emden verankert. Die Matjestage sind somit auch eine Hommage an diese jahrhundertealte Tradition.

Für die kleinen Gäste gibt es einen Kinderlauf, wo die Teilnehmer mit Medaillen belohnt werden – auch wenn diese mit einem kleinen Schreibfehler versehen wurden: „Mattjeslauf“ statt „Matjeslauf“. Ehrlich gesagt, das sorgt sicher für den ein oder anderen Lacher unter den Eltern!

Traditionsschiff und Rundfahrten

Ein weiteres Schmankerl für die Festbesucher ist das älteste deutsche Seebäderschiff, die Prinz Heinrich. Dieses historische Dampfschiff, das 1909 bei der Meyer-Werft in Papenburg gebaut wurde, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich verkehrte es zwischen Emden und Borkum. Jetzt kann man an den Matjestagen nicht nur die Atmosphäre am Hafen genießen, sondern auch an Rundfahrten teilnehmen, die um 13:45 Uhr und 15:45 Uhr starten. Ein echtes Muss für alle, die das maritime Flair der Region hautnah erleben möchten!

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Die Restaurierung der Prinz Heinrich durch den Verein „Traditionsschiff Prinz Heinrich“ e.V. hat sie zurück nach Ostfriesland gebracht und ermöglicht seit 2018 regelmäßige Fahrten auf der Ems. 2026 wird es sogar ein Open Ship geben, was bedeutet, dass die Besucher das Schiff besichtigen können. Tickets dafür sind im Voraus über die Website oder die Tourist Info Emden erhältlich – einfach mal reinschauen!

Die Matjestage sind nicht nur ein kulinarisches Fest, sondern auch ein kulturelles Highlight. Die Kombination aus leckerem Fisch, traditioneller Musik und dem maritimen Ambiente zieht immer mehr Menschen an. Wer aus Bremen anreist, hat es nicht weit – etwa 130 Kilometer, das sind rund 1 Stunde und 45 Minuten mit dem Auto. Vielleicht ein kleiner Ausflug wert, um die Seele baumeln zu lassen und die frische Seeluft zu genießen!

Die Matjestage in Emden sind ein Fest, das man nicht verpassen sollte. Hier wird nicht nur gegessen, sondern auch gefeiert, gesungen und die Traditionen am Leben gehalten. Ein echtes Erlebnis für Groß und Klein, das die einmalige maritime Kultur Ostfrieslands widerspiegelt. Mehr Informationen zu den Ereignissen und zur Anreise gibt es unter NDR.