Die Deutsche Bahn hat in diesem Sommer eine wichtige Entscheidung getroffen, die vor allem Reisende nach Norddeich betrifft. Der beliebte ICE-Zug, der in den letzten Jahren eine direkte Verbindung von Stuttgart über Emden nach Norddeich Mole angeboten hat, wird nicht mehr eingesetzt. Stattdessen dürfen sich Urlauber auf zusätzliche Intercity-Verbindungen während der Haupturlaubszeit freuen. Dies könnte für viele eine umständliche Umstellung bedeuten, da die ICE-Verbindung als ausgesprochen komfortabel galt. Jetzt müssen Reisende auf IC-Verbindungen umsteigen, die etwa alle zwei Stunden zwischen Köln und Emden sowie Leipzig und Hannover verkehren.
Die Entscheidung, die ICE-Verbindung zu streichen, war nicht ganz unerwartet. Bereits im Vorjahr wurden Pläne bekannt, diese Verbindung zu kappen. Die Begründung der Bahn ist nachvollziehbar: Es soll eine Konzentration auf die Hauptverbindungen erfolgen, da die Nachfrage zwischen Nordrhein-Westfalen und Ostfriesland schwankend ist. Viele Sitzplätze bleiben außerhalb der Sommersaison ungenutzt. Das ist natürlich schade, denn eine direkte, umsteigefreie Fahrt ist für viele Reisende eine attraktive Option. Bei der Anreise nach Norddeich müssen die Urlauber nun auf den IC 2306 zurückgreifen, der samstags und sonntags von Köln nach Emden Außenhafen fährt und dort umsteigefreie Anschlüsse nach Norddeich Mole bietet.
Umsteigeverbindungen und Ersatzbusse
Die Bahnstrecke nach Norddeich ist derzeit gesperrt, was bedeutet, dass Reisende auf Ersatzbusse angewiesen sind. Diese Umstellung kann für den einen oder anderen durchaus lästig sein, besonders wenn man mit Gepäck reist oder kleine Kinder dabei hat. Aber es gibt Hoffnung: Der IC 2306 verkehrt an den Wochenenden ab 9:01 Uhr und erreicht Emden Außenhafen um 12:16 Uhr. Von dort gibt es eine Umsteigemöglichkeit zum IC 2206 nach Norddeich Mole. Die Rückfahrt mit dem IC 2305 nach Köln bietet eine Abfahrt um 13:26 Uhr und eine Ankunft um 17:42 Uhr. Das gibt den Reisenden immerhin etwas Spielraum, um den Strand oder die Umgebung zu erkunden.
Die Entscheidung, den ICE-Anschluss zu streichen, reflektiert die Realität des Reisens in Deutschland: Die Nachfrage ist oft nicht so hoch, wie man es sich wünschen würde. Die Bahn hat die Hoffnung, dass die zusätzlichen IC-Verbindungen während der Haupturlaubszeit dennoch viele Urlauber nach Ostfriesland bringen werden. Wer sich also auf den Weg in den Norden macht, sollte sich gut überlegen, wie er anreisen möchte.
Anreise mit dem Auto
Eine Alternative zur Bahnfahrt könnte die Anreise mit dem PKW sein. Die Vorteile liegen auf der Hand: Flexibilität und die Möglichkeit, die wunderschöne Landschaft Ostfrieslands in Ruhe zu erkunden. Die Anfahrtsrouten sind vielfältig. Wer aus dem Westen kommt, kann die A31 Richtung Emden nutzen. Aus den Niederlanden ist die A7 der richtige Weg. Auch aus dem Norden und Osten gibt es zahlreiche Routen, die durch malerische Gebiete führen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Ostfriesischen Inseln, die oft als Traumziel für einen Urlaub an der Nordsee gelten, nur mit Einschränkungen mit dem Auto zu erreichen sind. Auf den meisten Inseln gilt ein Autoverbot, mit Ausnahme von Borkum und Norderney. Autos können an den Fähranlegern oder in Garagen auf dem Festland abgestellt werden, was die Erkundung der Inseln zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erleichtert.
Informationen zu Parkmöglichkeiten am Fähranleger sind ebenfalls verfügbar, was die Planung erleichtert. Wer die Reise nach Norddeich oder zu den Inseln plant, sollte sich gut vorbereiten. Trotz der Veränderungen im Bahnangebot gibt es zahlreiche Möglichkeiten, diese wunderschöne Region zu entdecken. Ganz gleich, ob mit der Bahn oder dem Auto – Ostfriesland wartet mit offenen Armen.
Weitere Informationen zu den Anreisemöglichkeiten nach Ostfriesland finden Sie unter diesem Link.
