IGS Emden erhält Zertifizierung als Biosphärenschule
In der norddeutschen Stadt Emden gibt es Grund zur Freude: Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Emden wurde als „Biosphärenschule“ zertifiziert. Diese Auszeichnung, die am 23. Juni feierlich überreicht wurde, ist nicht nur ein schöner Titel, sondern auch eine Bestätigung für das Engagement der Schule im Bereich nachhaltiger Bildung. In einer feierlichen Zeremonie überreichte Florian Carius, Dezernent für Kommunikation, Information und Bildung, die Zertifizierungsurkunde an den Gesamtschuldirektor Olaf von Sacken.
Die IGS Emden ist nun die dritte Schule in Emden, die diese besondere Auszeichnung erhält. Bei der Feier waren rund 200 Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte anwesend, die mit viel Enthusiasmus ihre Projekte im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) präsentierten. Von Schulaquarien über den Schulgarten mit Imkerei bis hin zu spannenden Arbeiten über die Tiere im Wattenmeer – die Vielfalt der Themen war beeindruckend.
Engagement für die Umwelt
Besonders hervorzuheben ist das Engagement der IGS Emden in der Betreuung verletzter Fledermäuse. Diese Tiere werden aus Emden sowie den umliegenden Landkreisen Aurich, Leer und Wittmund zur Auswilderung gepflegt. Ein einzigartiges Projekt, das die Schülerinnen und Schüler nicht nur praktisch, sondern auch emotional anspricht. Die Schule ist die einzige ihrer Art, die solch ein spezielles Programm an bietet. Es zeigt, wie ernst die IGS Emden das Thema Naturschutz nimmt.
Die Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung und der Biosphärenregion Niedersächsisches Wattenmeer ist ein weiterer wichtiger Baustein. Die Lehrkräfte Natascha Glade und Finn Höncher koordinieren diese Kooperation und werden dabei von der BNE-Beauftragten Katharina Killmann unterstützt. Die IGS Emden reiht sich damit in ein Netzwerk von insgesamt 22 Biosphärenschulen in der Region ein, die gemeinsam fast 12.000 Schülerinnen und Schüler erreichen. Das ist ziemlich beeindruckend, oder?
Was bedeutet es, eine Biosphärenschule zu sein?
Biosphärenschulen befassen sich intensiv mit den Besonderheiten und dem globalen Wert des UNESCO-Biosphärenreservats Niedersächsisches Wattenmeer. Ziel ist es, die Bedeutung des Naturschutzes und der nachhaltigen Entwicklung in das Bildungsangebot zu integrieren. Schulen, die sich um die Auszeichnung „Biosphärenschule“ bewerben, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu gehört, dass sie praxisnahen Unterricht und fächerübergreifende Projekte anbieten. Außerdem sind sie enge Partner der Nationalpark- und Biosphärenreservatsverwaltung.
Die Schülerinnen und Schüler werden so befähigt, die Auswirkungen ihres Handelns sowohl lokal als auch global zu verstehen. Eine zukunftsorientierte Bildung, die sich im Spannungsfeld wirtschaftlicher, ökologischer, kultureller und sozialer Aspekte bewegt – das ist das Ziel. Mit einem interdisziplinären Ansatz wird umweltverträgliches und reflektiertes Handeln vermittelt, was in der heutigen Zeit mehr denn je notwendig ist.
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Die IGS Emden zeigt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis aussehen kann. Die Auszeichnung zur Biosphärenschule soll die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler für nachhaltiges Lernen, Arbeiten und Leben fördern. Ein wichtiger Schritt in eine Zukunft, in der Umweltschutz und Nachhaltigkeit nicht nur Schlagworte sind, sondern Teil des Alltags werden.
Besonders spannend wird es sein zu beobachten, wie sich die Projekte der IGS Emden in den kommenden Jahren weiterentwickeln. Die Schule hat die Möglichkeit, aktiv an der Gestaltung der Bildungslandschaft für nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat mitzuarbeiten. Solche Initiativen sind nicht nur lokal von Bedeutung, sondern haben auch eine globale Relevanz. Wer mehr über Bildung für nachhaltige Entwicklung erfahren möchte, kann sich auf der entsprechenden Webseite der KMK informieren.
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