In Friesland hat die Aktion „Stadtradeln“ mal wieder für frischen Wind gesorgt und die Menschen dazu animiert, die Vorteile des Radfahrens im Alltag zu erleben. Im Mai nahmen insgesamt 1581 Teilnehmer an dieser Klimaschutz-Aktion teil und radelten sage und schreibe 254.782 Kilometer. Diese beeindruckende Zahl zeigt nicht nur das Engagement der Bürger, sondern auch, wie viel CO2 vermieden werden konnte – nämlich 42 Tonnen! Die Teilnehmer unternahmen 28.886 Fahrten in 105 Teams und die Stadt Jever konnte sogar ihren Titel als Kommune mit den meisten zurückgelegten Kilometern je Einwohner verteidigen. Stolze 9,6 Tonnen CO2 wurden dort eingespart.

Besonders aktiv war das Team „??? Drei“, das mit 3367,6 Kilometern und einer CO2-Einsparung von 552,3 Kilogramm glänzte. Bei der Preisverleihung wurden die besten Radler und Teams in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Die Sieger durften sich über tolle Preise freuen, darunter Gutscheine für das Klimahaus in Bremerhaven, das Wattenmeer-Besucherzentrum und lokale Eisdielen. Auch die Schulklassen wurden nicht vergessen: Die Grundschule Grabstede, das Mariengymnasium Jever und viele andere erhielten jeweils 500 Euro von der EWE für ihre Klassenkasse. Ein zusätzliches Highlight war die neue Mitmachaktion, bei der Teilnehmer Stempel an 24 Stationen sammeln konnten. Hier wurden 27 Gewinner mit praktischen Preisen für Fahrradtouren und Gutscheinen belohnt.

Ein Wettbewerb mit Mehrwert

„Stadtradeln“ ist nicht nur eine lokale Initiative, sondern ein internationaler Fahrradwettbewerb, der seit 2008 vom Klima-Bündnis organisiert wird. Das Ziel ist klar: Menschen dazu anregen, Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen und die Vorteile des Radfahrens zu erleben. Dabei wird die Idee verfolgt, dass Radfahren nicht nur gut für die Umwelt ist, sondern auch für die eigene Gesundheit. Frische Luft, Bewegung und Flexibilität sind nur einige der vielen Vorteile, die das Radfahren mit sich bringt.

In Deutschland findet dieser Wettbewerb zwischen dem 1. Mai und 30. September statt. Die Teilnehmer radeln sowohl im Beruf als auch in der Freizeit, um so viele Kilometer wie möglich zu sammeln. Am Ende werden die aktivsten Kommunen sowie die besten Teams und Einzelpersonen geehrt. Eine ausreichende Radinfrastruktur ist dabei unerlässlich, um den Umstieg aufs Rad langfristig zu fördern. Kommunalpolitiker sind eingeladen, selbst teilzunehmen und die Radfahrbedingungen in ihrer Kommune zu erfahren. Ein bisschen Mitdenken und Mitmachen kann also einiges bewirken!

Förderung für Radverkehrsprojekte

Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Förderung von Radverkehrsprojekten, die aktuell angeboten wird. Diese Projekte können in einem zweistufigen Verfahren beantragt werden, was bedeutet, dass zuerst eine Projektskizze eingereicht werden muss. Es gibt festgelegte Fristen, die unbedingt eingehalten werden müssen. Die Frist für die Einreichung einer Projektskizze endet am 30. April oder 31. Oktober. Nach einer formalen Prüfung erfolgt dann die inhaltliche Bewertung durch die Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).

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Wenn man bedenkt, wie wichtig eine gute Radinfrastruktur ist, um mehr Menschen zum Radfahren zu bewegen, ist es erfreulich zu sehen, dass es solche Fördermöglichkeiten gibt. Die Projekte könnten dazu beitragen, die Bedingungen für Radfahrer zu verbessern und noch mehr Bürger dazu zu motivieren, das Rad als Verkehrsmittel zu wählen. Und das ist letztendlich ein Gewinn für die Umwelt und die Gesundheit aller.

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