Heute ist der 20.05.2026, und ich sitze hier in Hildesheim und blättere durch die neuesten Berichte über das Wohlbefinden von Kindern in Deutschland. Was ich da lese, ist nicht gerade ein Grund zur Freude. Laut einer aktuellen Studie belegt Deutschland den 25. Platz von 37 Ländern im internationalen Vergleich zur Kinderfreundlichkeit. Das ist schon ein bisschen ernüchternd, wenn man bedenkt, dass wir in einem der wohlhabendsten Länder Europas leben. Die Studie zeigt, dass Deutschland in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit, Bildung und Betreuung hinter anderen Ländern zurückliegt.

Besonders schockierend ist, dass viele Kitas und Schulen in Deutschland schlecht ausgestattet sind. Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichen die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik – das ist, sagen wir mal, nicht gerade das, was man als beeindruckend bezeichnen würde. Im Vergleich zu Ländern wie Irland, wo die Schüler in diesen Fächern weit besser abschneiden, sieht Deutschland alt aus. Überdurchschnittlich viele Kinder leben zudem in Armut. Es ist alarmierend, dass seit Jahren etwa 15 Prozent der Kinder in Deutschland von Einkommensarmut betroffen sind – das macht fast jedes fünfte Kind in den untersuchten Ländern aus.

Ein Blick über die Grenzen

Und hier kommt der Hammer: Länder mit geringerer Wirtschaftskraft schneiden besser ab. Rumänien belegt den 9. Platz, Ungarn den 10. und die Slowakei den 19. Platz. Das lässt einen doch etwas nachdenklich zurück, oder? Die Studie wirft auch Fragen zur zukünftigen Gesellschaft auf – wie können wir erwarten, dass Kinder und Jugendliche uns unterstützen, wenn sie selbst in so schwierigen Bedingungen aufwachsen müssen? Es wird gefordert, dass die Bildung als erster Schritt zur Verbesserung der Situation betrachtet werden muss. Die Forderung nach mehr Investitionen in Bildung und in benachteiligte Kinder ist dringend notwendig. UNICEF Deutschland hat bereits darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung effektiver gegen Kinderarmut vorgehen muss.

Die Situation ist nicht nur in den Schulen besorgniserregend. Im Bereich der körperlichen Gesundheit liegt Deutschland nur auf Rang 15 von 41 Ländern. 79 Prozent der Kinder aus wohlhabenden Familien berichten von einer sehr guten gesundheitlichen Verfassung, während es bei den ärmsten Kindern nur 58 Prozent sind. Das ist eine riesige Diskrepanz. Und wenn man sich die Situation der Jugendlichen anschaut, wird es noch deutlicher: 46 Prozent der benachteiligten Jugendlichen erreichen grundlegende Kompetenzen, während es bei den wohlhabenden 90 Prozent sind. Da fragt man sich, wie wir als Gesellschaft damit umgehen wollen.

Ein Lichtblick? Vielleicht die Mitmachaktion #unsereKinder, die von der ARD ins Leben gerufen wurde. Diese Initiative zielt darauf ab, kinderfreundliche Orte zu identifizieren und Probleme in Deutschland sichtbar zu machen. Das könnte ein Schritt in die richtige Richtung sein! Doch um wirklich etwas zu bewirken, müssen wir mehr tun. Bildung und soziale Gerechtigkeit sollten ganz oben auf der Agenda stehen, damit Kinder in Deutschland die Chancen bekommen, die sie verdienen.

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