Hitze in Bremen und Niedersachsen: Schulleitungen entscheiden über Hitzefrei
Die Temperaturen steigen, und das nicht zu knapp! In Bremen und Niedersachsen wird ab Mittwoch mit Temperaturen über 30 Grad gerechnet, bis zu 34 Grad soll es bis Freitag sogar werden. Die Schulleitungen stehen nun vor der Herausforderung, wie sie mit dieser Hitze umgehen. Anders als in vielen anderen Bundesländern gibt es in Bremen kein generelles „Hitzefrei“ für Schulen. Die Entscheidung liegt allein bei den Schulleitungen. Einige Schulen haben bereits reagiert und Hitzefrei angekündigt.
In Bremen dürfen Grundschulen den Unterricht beenden, wenn im Klassenzimmer Temperaturen von mindestens 25 Grad gemessen werden. Für die älteren Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 kann der Unterricht nach der darauffolgenden Stunde früher enden. Dabei müssen die Schulleitungen jedoch verschiedene Faktoren wie den Ganztagsbetrieb, die Berufstätigkeit der Eltern und die Fahrpläne der Schulbusse berücksichtigen. Wer in der Schule bleibt, muss weiterhin betreut werden.
Hitze in Niedersachsen
Ähnlich sieht es in Niedersachsen aus: Auch hier entscheiden die Schulleitungen über das vorzeitige Ende des Unterrichts. Es gibt keine festgelegte Temperatur für „Hitzefrei“. Stattdessen wird die Temperatur in den Klassenzimmern als entscheidend erachtet. Viele Schulen prüfen inzwischen Möglichkeiten zur Kühlung der Räume, etwa durch Verdunkelung oder den Umzug in kühlere Zimmer oder ins Freie. Doch auch hier gilt: Der Unterricht kann nur dann vorzeitig beendet werden, wenn die hohen Temperaturen erheblich stören und andere Unterrichtsgestaltungen nicht sinnvoll sind. Die Aufsichtspflicht bleibt auch bei Unterrichtsausfall bestehen.
Besonders für Grundschüler ist zu beachten, dass sie nur mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten früher nach Hause dürfen. Die Regelungen betreffen nicht nur Grundschulen, sondern auch Mittel- und Oberstufen sowie unter bestimmten Voraussetzungen Berufsschulen. Eine Übersicht über mögliche Unterrichtsausfälle in Niedersachsen findet sich auf der Webseite des Niedersächsischen Kultusministeriums.
Empfehlungen zum Schutz vor Hitze
Für alle, die mit der Hitze umgehen müssen, gibt es einige nützliche Empfehlungen. Am besten verlegt man Tätigkeiten im Freien in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Viel Wasser trinken ist ein absolutes Muss – auch wenn man keinen Durst hat! Für Menschen mit Nieren- oder Herzleiden wird geraten, Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Außerdem ist es ratsam, mehrere kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen und den Wohnraum kühl zu halten. Besonders wichtig ist, Kinder, geschwächte Personen und Haustiere niemals im Auto zurückzulassen.
Wenn wir schon beim Thema Hitze sind: Auch am Arbeitsplatz kann das Hochsommerwetter belastend sein. Arbeitnehmer haben allerdings keinen Rechtsanspruch auf Hitzefrei im Büro. Die Chefs sind aber in der Pflicht, für eine angenehme Arbeitsumgebung zu sorgen. Ab 26 Grad müssen Maßnahmen zur Abkühlung ergriffen werden, und ab 30 Grad wird es richtig ernst – hier sind Lüften, Ventilatoren und kühle Getränke Pflichtprogramm. Bei Temperaturen über 35 Grad ist ein Büro nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Aber auch hier gilt: Arbeitnehmer dürfen das Büro nicht eigenmächtig verlassen, und im Homeoffice ist die Verantwortung für die Temperaturen selbst zu tragen.
Es bleibt also spannend, wie die Schulen und Arbeitsplätze in den kommenden Tagen mit der Hitze umgehen werden. Die Schulleitungen sind gefordert, die Situation vor Ort zu beurteilen und entsprechende Maßnahmen zu treffen. Es bleibt zu hoffen, dass alle gut durch die Hitzeperiode kommen und sich gut auf die Sommerferien vorbereiten können.
Wer mehr über die aktuellen Regelungen und Empfehlungen erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Webseite von buten un binnen und von Tagesschau.
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Unser neues Website-System (VeloCore) vereint mehrere zentrale Anforderungen moderner Nachrichtenportale: kurze Ladezeiten, hohe Datenschutzstandards und eine wartbare, redaktionell skalierbare Architektur. Die technische Umsetzung mit diesem Anspruch an Qualität und Zukunftssicherheit erfolgte durch Daniel Wom / VeloCore.
