In der malerischen Region Kalliß, Mecklenburg-Vorpommern, steht eine informative Exkursion zum Waldbrandschutzprojekt THOR auf dem Programm. Am 9. Mai um 9.00 Uhr beginnt die Veranstaltung am Forstamt Kalliß (Karl-Marx-Str. 20, 19294 Neu Kalliß). Die Exkursion wird von Waldexperte Robert Radtke geleitet und ist Teil des Gedenk- und Aktionsjahres zur Waldbrandkatastrophe in Gorleben von 1975. Die Teilnahme erfordert eine Anmeldung bis zum 29. April, die Interessierte per E-Mail an info@museen-wendland.de oder telefonisch unter 0157-71702599 vornehmen können.
Das Projekt THOR, das von 2020 bis 2025 läuft, verfolgt das Ziel, Präventions- und Nachsorgestrategien zum Schutz der Wälder gegen Waldbrände zu erarbeiten, zu optimieren und umzusetzen. Durch verschiedene praktische Maßnahmen wie breite Waldbrandschneisen, Wasserentnahmestellen im Wald und die Reduzierung leicht brennbaren Materials sollen die Wälder besser geschützt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass die Wirksamkeit dieser Maßnahmen schwer vorherzusagen ist und eine Abstimmung verschiedener Strategien notwendig ist.
Einblick in das Projekt THOR
Das Verbundvorhaben THOR besteht aus zwei Teilprojekten: Eines wird von der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern und das andere von der TU Dresden geleitet. Es wird großzügig vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz über den Waldklimafonds gefördert. Die Laufzeit erstreckt sich vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2025. In fünf Arbeitspaketen wird der Bereich Waldbrandprävention, die Nachsorge sowie der Wissenstransfer in der praktischen Anwendung behandelt.
Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Sicherung und Bündelung des vorhandenen Wissens zur Waldbrandprävention und -nachsorge. Dazu gehört auch ein bundesweiter Vergleich aller bisherigen Maßnahmen, um die Praxistauglichkeit der gesammelten Erkenntnisse zu prüfen und zielgruppenspezifische Leitfäden zu erstellen. Zudem wird der Einfluss von Munition auf Waldbrände analysiert und es finden Erprobungen von geschützter Forsttechnik statt.
Gemeinsame Verantwortung für den Waldschutz
Das Thema Waldbrandschutz betrifft nicht nur die Forstwirtschaft, sondern erfordert die Einbindung aller relevanten Akteure, darunter Feuerwehr, Katastrophenschutz und Naturschutz. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um die Wälder effektiv zu schützen und die Öffentlichkeit für die Bedeutung des Waldbrandschutzes zu sensibilisieren. Hierzu bietet die Homepage forstbrandschutzhelfer.de Informationen und Unterstützung, um Brände frühzeitig zu erkennen und im Notfall richtig zu handeln.
Die Exkursion am 9. Mai ist eine hervorragende Gelegenheit, mehr über die praktischen Maßnahmen und Strategien zur Prävention von Waldbränden zu erfahren und sich aktiv an der Diskussion über den Schutz unserer Wälder zu beteiligen. Der Wald ist ein wertvolles Gut, das es zu bewahren gilt – für kommende Generationen und die Sicherheit unserer Umwelt.