Die Volleyballer der SVG Lüneburg mussten sich erneut geschlagen geben und verpassten damit die Chance auf ihren ersten internationalen Titel. Im zweiten Finale des CEV-Pokals unterlagen sie dem italienischen Team Gas Sales Bluenergy Piacenza mit 0:3. Auch das Hinspiel vor einer Woche endete mit derselben Niederlage, sodass Lüneburg insgesamt mit zwei 0:3-Niederlagen aus dem Wettbewerb ausschied. Die Sätze in Italien hatten die Endstände 20:25, 17:25 und 21:25. Die Entscheidung fiel bereits nach den ersten beiden Sätzen, als Lüneburg im zweiten Durchgang schnell ins Hintertreffen geriet.
Trainer Stefan Hübner zeigte sich trotz der Niederlage stolz auf die Reise seines Teams. „Wir haben viel erreicht und werden jetzt die Meisterschaft fokussieren“, sagte Hübner nach dem Spiel. Die SVG Lüneburg hat nun die Meisterschaft im Blick, mit dem ersten Spiel im Finale um die deutsche Meisterschaft, das am Mittwoch um 20:00 Uhr ansteht. Der Gegner in der „Best of Five“-Serie steht noch nicht fest, da die BR Volleys und VfB Friedrichshafen nach zwei Begegnungen 1:1 stehen.
Spannende Matches und starke Leistung
Im ersten Satz des Rückspiels in der LKH Arena begann Lüneburg vielversprechend mit einer 5:1-Führung, angetrieben von Axel Enlund, der als wichtiger Angreifer auftrat. Daniel Gruvaeus erzielte einen Aufschlag-Ass, was den Trainer von Piacenza, Dante Boninfante, zu einem frühen Timeout zwang. Trotz dieser starken Anfangsphase fand Piacenza allmählich ins Spiel zurück. Jose Miguel Gutierrez und Gianluca Galassi waren entscheidend, um den Rückstand aufzuholen. Lüneburg führte zwischenzeitlich 14:9, doch am Ende musste sich das Team mit 24:26 geschlagen geben.
Im zweiten Satz erlebte Lüneburg erneut einen Rückschlag, obwohl sie wieder mit 14:9 und 17:10 führten. Piacenza glich bei 19:19 aus und sicherte sich den Satz mit 25:22. Alessandro Bovolenta und Gutierrez führten Piacenza in diesem Satz an, während Gruvaeus und Enlund für Lüneburg punkteten. Der dritte Satz war dann deutlich: Piacenza dominierte und gewann mit 25:16, wobei Bovolenta als Top-Scorer des Spiels mit 17 Punkten hervorstach. Paolo Porro von Piacenza wurde zum MVP des Spiels ernannt, nachdem er fünf Punkte, darunter zwei Asse, erzielt hatte.
Ein Blick auf die Geschichte des CEV-Pokals
Die SVG Lüneburg hat nun zum zweiten Mal das Finale des CEV-Pokals erreicht; zuvor war dies im Jahr 2024 gegen Asseco Resovia Rzeszów der Fall, wo sie ebenfalls mit zwei 0:3-Niederlagen unterlagen. Der CEV-Pokal, der in den 1970er Jahren ins Leben gerufen wurde, ist der zweitwichtigste Vereinswettbewerb im europäischen Volleyball. In der langen Geschichte dieses Wettbewerbs haben zahlreiche Teams aus verschiedenen Ländern um den Titel gekämpft, wobei Italien oftmals eine dominierende Rolle spielte, wie auch bei den letzten Auflagen des Turniers.
Nun bleibt der SVG Lüneburg die Meisterschaft, in der sie sich gegen starke Gegner behaupten müssen. Die nächste Herausforderung steht bereits vor der Tür und die Fans dürfen gespannt sein, ob das Team aus Lüneburg diesmal den Titel nach Hause bringen kann.