In den letzten Tagen hat sich die Situation der Schulplatzvergabe im Ammerland, insbesondere in Rastede und Wiefelstede, stark zugespitzt. Die Schulräume in Rastede sind bis auf den letzten Platz belegt, während Wiefelstede nicht einmal über eine gymnasiale Oberstufe verfügt. Eltern aus Wiefelstede haben sich daher dazu entschlossen, ihre Kinder an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) in Rastede anzumelden. Diese hat nun eine Rekordanzahl an Anmeldungen – und kann schlichtweg keine weiteren Schüler aufnehmen. Das bringt die Verantwortlichen in der Region in die Bredouille.
Landrätin Karin Harms hat bereits die Gemeinde Rastede aufgefordert, dringend die erforderlichen Schulplätze zu schaffen. Doch Rastede zeigt sich unbeeindruckt und beruft sich auf die fehlende Aufnahmepflicht. Sie fordern Klarheit vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB), das plant, Schüler aus dem Ammerland an Oldenburger Gymnasien zuzuweisen. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hat die Zuweisungspläne scharf kritisiert. Seiner Meinung nach sollte die Stadt Oldenburg nicht die Folgen struktureller Versäumnisse anderer Schulträger auffangen müssen. Er betont, dass es hier lediglich um 33 Anmeldungen aus dem Ammerland geht, was die Situation nicht weniger angespannt macht.
Kapazitätsprobleme in Oldenburg
Die Stadt Oldenburg hat klargestellt, dass ihre Kapazitäten an Gymnasien bereits ausgeschöpft sind. Bisher wurden Schüler aus umliegenden Landkreisen in den Gymnasien der Stadt nur dann aufgenommen, wenn nach der Versorgung der eigenen Schüler noch Plätze vorhanden waren. Das bedeutet, dass die Stadt keine zusätzlichen Klassen für auswärtige Schüler einrichten kann. Krogmann appelliert daher an die Niedersächsische Kultusministerin, schnellstmöglich eine Lösung zu finden, bevor die Zuweisungsentscheidungen getroffen werden.
Die Stadt macht deutlich, dass sie die Ursache der angespannten Situation in der unzureichenden Bereitstellung gymnasialer Schulplätze im Landkreis Ammerland sieht. Dies führt zu einer kritischen Prüfung der Schulplatzsituation und der Schulträgerschaft. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Verantwortlichen in Rastede und Wiefelstede auf diese Herausforderungen einstellen werden.
Für weitere Informationen zur Schulplatzvergabe und den damit verbundenen Prozessen können Interessierte auf die offizielle Webseite der Stadt Hannover gehen, die umfassende Informationen bereitstellt: Hier klicken.
