Urbane Landwirtschaft in Osnabrück: CO2-Bilanzen und soziale Vorteile im Fokus
In Osnabrück, einer charmanten Stadt in Deutschland, wird der Frühling nicht nur durch blühende Blumen auf den Balkonen gefeiert, sondern auch durch die spannende Welt der urbanen Landwirtschaft. Eine interessante Untersuchung zeigt, dass alte Balkonblumen nicht nur nostalgische Erinnerungen wecken, sondern auch viel über unsere Umgebung verraten können. Auf der Plattform NOZ findet man dazu spannende Einblicke und Geschichten, die das Gärtnern in der Stadt beleuchten.
Aber das ist nicht alles! Die urbane Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren als eine Art Trend etabliert. Hochbeete, Stadtfarmen und Gemeinschaftsgärten sprießen überall aus dem Boden. Es klingt ja auch verlockend, frisches Gemüse direkt vor der Haustür anzubauen. Doch eine internationale Studie, an der auch Deutschland beteiligt war, bringt nun Licht ins Dunkel der CO2-Bilanzen dieser städtischen Anbauflächen. Diese Studie untersuchte den CO2-Fußabdruck urbaner Gärten in fünf Ländern, darunter auch in Deutschland.
Die CO2-Bilanz im Fokus
Die Ergebnisse sind überraschend: Der durchschnittliche CO2-Fußabdruck urbaner Landwirtschaft liegt bei 0,42 kg CO2e pro Portion – das ist sechsmal höher als bei konventioneller Landwirtschaft, die nur 0,07 kg CO2e pro Portion verursacht. Das ist schon eine ordentliche Hausnummer! Die Ursache für diese schlechte Bilanz liegt vor allem in der weniger effizienten Ressourcennutzung der städtischen Gärten. Ein Lichtblick gibt es allerdings beim Tomatenanbau: Urban angebaute Tomaten haben mit 0,17 CO2e pro Portion einen besseren Fußabdruck als ihre konventionellen Kollegen mit 0,27 CO2e.
Die Daten stammen aus 73 Gärten, die von Gärtner:innen über ein Jahr hinweg dokumentiert wurden. Dabei ging es um Erntemengen sowie die Nutzung von Wasser, Material und Düngemitteln. Einige Gärten konnten sogar als klimafreundlicher eingestuft werden, insbesondere größere städtische Anbauprojekte und einige Einzelgärten. Um die CO2-Bilanz weiter zu verbessern, wurden drei Maßnahmen empfohlen: die längere Nutzung der Infrastruktur, eine bessere Nutzung städtischer Abfälle durch Recycling und Kompostierung sowie der vermehrte Einsatz von Regenwasser zur Bewässerung.
Soziale und gesundheitliche Vorteile
Es ist wichtig zu betonen, dass die soziale und gesundheitliche Vorteile des Gärtnerns nicht außer Acht gelassen werden sollten. Auch wenn die CO2-Bilanz nicht ideal ist, bietet urbanes Gärtnern viele positive Aspekte. Die Menschen kommen zusammen, lernen voneinander und genießen die frischen Ernten. Eine Studie, die in der Zeitschrift Nature Cities veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass der Kohlenstoff-Fußabdruck der städtischen Landwirtschaft im Durchschnitt sechsmal größer ist als der von konventionell produzierten Lebensmitteln. Dennoch haben einige städtisch angebaute Pflanzen das Potenzial, gleichzuziehen oder sogar besser abzuschneiden als ihre konventionellen Pendants.
Die Autor:innen dieser Studien empfehlen, urbanes Gärtnern nicht aufzugeben. Während der Trend in den Städten wächst, ist es entscheidend, die Produktion an städtischen Standorten klimaschonender zu gestalten. Das EU-geförderte Forschungsprojekt „FEW-Meter“, das zwischen 2018 und 2021 durchgeführt wurde, hat sich mit der Effizienz und dem Ressourcenverbrauch in der städtischen Nahrungsmittelproduktion beschäftigt. Hierbei wurden Gärten aus Städten wie dem Ruhrgebiet, London, Nantes, Paris, Poznań und New York untersucht.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die urbane Landwirtschaft weiterentwickelt. Die Kombination aus ökologischen Herausforderungen und den sozialen Vorteilen des Gärtnerns wird sicher auch in Zukunft ein wichtiges Thema bleiben. Und vielleicht können wir bald noch bessere Lösungen finden, um auch in unseren Städten nachhaltig und gesund zu leben.
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