Sanierung des Erlebnisbads Ronolulu in Rotenburg erneut in der Kritik
Heute ist der 19.06.2026 und wir blicken nach Rotenburg (Wümme), wo die Sanierung des beliebten Erlebnisbads Ronolulu erneut in den Schlagzeilen steht. Nach einer kostspieligen Renovierung von 15,5 Millionen Euro, die vor 1,5 Jahren abgeschlossen wurde, tropft es wieder aus dem Dach. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch kostspielig, denn die komplette Dachkonstruktion muss abgerissen und neu aufgebaut werden. Geschäftsführer Volker Meyer hat die Mängel bereits bestätigt und macht deutlich, dass die neu installierte Dachkonstruktion für ein Hallenbad einfach ungeeignet ist. Da ist es kein Wunder, dass die Situation mittlerweile sogar einen juristischen Fall nach sich zieht.
Wie es scheint, verursacht Tauwasser Nässe im Gebälk, was zu den unglücklichen Schäden geführt hat. Gutachten von spezialisierten Experten liegen bereits vor und die Stadtwerke werden von einer Hamburger Kanzlei beraten. Die Verantwortlichkeiten für den Schaden sind noch unklar, doch Meyer hofft auf eine klare Zuordnung durch die Gutachter. Eine weitere schlechte Nachricht: Es gibt keine neuen Fördergelder für die erneute Sanierung, und die geschätzten Kosten für die neuen Arbeiten könnten sich im mittleren einstelligen Millionenbereich bewegen.
Beliebtheit des Ronolulu
Das Ronolulu hat im letzten Jahr stolze 283.000 Besucher verzeichnet – das beste Ergebnis seit 16 Jahren! In diesem Jahr wurden bereits 134.000 Besucher gezählt, was zeigt, wie beliebt das Bad bei der Bevölkerung ist. Umso frustrierender ist es, dass der Betrieb jetzt erneut von solch gravierenden Bauproblemen betroffen ist. Dennoch läuft der Betrieb im Bad uneingeschränkt weiter, und regelmäßige Kontrollen zur Schimmelbildung werden durchgeführt. Immerhin müssen die Besucher nicht auf ihr Schwimmvergnügen verzichten, während die Sanierungsarbeiten geplant werden.
Die Bauzeit wird mehrere Monate in Anspruch nehmen und könnte idealerweise während der Freibadsaison stattfinden. Das klingt nach einem schmalen Grat zwischen organisatorischem Chaos und der Hoffnung, dass die Probleme bald behoben sind. Aber nicht nur in Rotenburg stehen die Schwimmbäder unter Druck. Laut einer aktuellen Erhebung der KfW gibt es in Deutschland erhebliche Unterschiede in der Anzahl der Schwimmbäder zwischen den Regionen und die hohen Betriebs- und Investitionskosten machen es vielen Kommunen schwer, ihre Bäder finanziell zu unterstützen. Das Investitionsrückstand für Schwimmbäder ist auf 8,5 Milliarden Euro gesunken, was die Dringlichkeit von Sanierungen und Neubauten unterstreicht.
Steigende Energiepreise erfordern außerdem verstärkte Investitionen in die Energieeffizienz der Bäder. In Zeiten, in denen die Gemeinden verstärkt in Sportstätten und Schwimmbäder investieren wollen, wird die Situation in Rotenburg besonders deutlich. Die Herausforderungen sind groß, aber die Liebe zur Schwimmkultur bleibt ungebrochen.
Wie es weitergeht mit dem Ronolulu bleibt abzuwarten. Klar ist nur, dass die Sehnsucht nach einem funktionierenden und einladenden Erlebnisbad ungebrochen ist.
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