AWO Kreisverband Salzgitter-Wolfenbüttel e.V.: Vielfalt der sozialen Angebote und ein frischer Generationswechsel
Heute ist der 10.06.2026, und während in Österreich die Sonne scheint, schauen wir über die Grenze nach Deutschland, genauer gesagt nach Salzgitter. Dort gibt es Neuigkeiten aus dem AWO Kreisverband Salzgitter-Wolfenbüttel e.V., der seit 2012 eine wichtige Rolle in der Region spielt. Entstanden aus dem Zusammenschluss der AWO-Kreisverbände Salzgitter und Wolfenbüttel, ist dieser Verband mittlerweile in Salzgitter, Wolfenbüttel sowie im gesamten Landkreis Wolfenbüttel aktiv. Und das nicht zu knapp: über 23 Einrichtungen und Angebote vereinen sich unter seinem Dach, darunter Kinderbetreuung, Frauenhäuser, Beratungsstellen und Begegnungsstätten für Senioren.
Jährlich werden schätzungsweise 4.000 bis 6.000 Menschen unterstützt und beraten. Besonders beeindruckend ist der große Bereich der Kinderbetreuung, der mit 13 AWO-Kitas aufwarten kann. Hier werden rund 1.000 Kinder betreut. Die Kita Klangkinder in Wolfenbüttel hebt sich durch ihre Förderung musikalischer Talente hervor, während die Kita Regenbogenland in Salzgitter-Fredenberg Platz für etwa 140 Kinder bietet. Auch die Kita am See in Salzgitter-Lebenstedt sticht hervor, mit ihrem offenen Konzept, das Wert auf Forschen und Entdecken legt. Die Kita Werkstraße in Salzgitter-Barum hat mit nur 25 Plätzen eine besonders familiäre Atmosphäre.
Vielfältige Angebote und Unterstützung
Die Einrichtungen folgen alle der Gesamtkonzeption „Auf den Anfang kommt es an!“, die Schwerpunkte auf Kinderschutz, Partizipation und Selbstbestimmung legt. Ein weiteres wichtiges Standbein des Verbands sind die Frauenhäuser, die gewaltbetroffenen Frauen und deren Kindern anonymen Schutz und Beratung bieten. Die Beratungsstellen decken ein breites Spektrum ab: von allgemeiner Sozialberatung über Migrationsberatung bis hin zur Schuldnerberatung. Auch für die älteren Mitbürger gibt es ein wichtiges Angebot: das AWiRA-Wohncafé in Salzgitter-Fredenberg, das Beratung, Mittagstisch und Begegnungsmöglichkeiten bietet.
Besonders interessant ist auch, dass der Verband spezielle Angebote im ländlichen Raum bereitstellt, wie Oderwald Sozial und ElmSozial. Zudem werden kreative Bildungsprojekte durch eine Theaterpädagogin und einen Medienpädagogen angeboten. Die AWOcademy sorgt mit ihren Fortbildungsprogrammen dafür, dass nicht nur pädagogische Fachkräfte, sondern auch interessierte Eltern auf dem neuesten Stand bleiben. Mit über 400 Mitarbeitenden bietet der Verband nicht nur verschiedene Benefits wie Hansefit und betriebliche Altersvorsorge, sondern hat auch ein Onboarding-Programm für neue Mitarbeitende ins Leben gerufen, um Orientierung und Vernetzung zu gewährleisten.
Ein Generationswechsel bringt frischen Wind
Ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Verbands ist der Generationswechsel in der Führung, der 2025 stattfand. Elena Thiel übernahm die Rolle der Geschäftsführerin, während Lennart Helm ihr Stellvertreter wurde. Dieser Wechsel zielt auf Kontinuität und Aufbruch ab, mit einem klaren Fokus auf Fachkräftegewinnung, Digitalisierung und pädagogische Weiterentwicklung. Ein Fachtag im Jahr 2025 mit dem Motto „Veränderte Kindheit – Veränderte Zukunft“ diskutierte gesellschaftliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort. Solche Veranstaltungen sind entscheidend, um die Herausforderungen, denen sich soziale Einrichtungen gegenübersehen, zu thematisieren und Lösungen zu finden.
Aber auch über die Region hinaus zeigt sich, wie wichtig soziale Dienstleistungen sind. Der AWO Kreisverband Bielefeld e.V. beispielsweise ist ein weiterer großer Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Er richtet sich an Kinder, Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen und verfolgt das Ziel, Teilhabe, Bildung und ein selbstbestimmtes Leben zu fördern. Auch hier wird Wert auf fachliche Qualität, Menschlichkeit und ein starkes Miteinander gelegt. So engagieren sich die Menschen vor Ort aktiv, sei es durch Mitgliedschaften im Verband oder durch Spenden, die Menschen in besonderen Lebenslagen unterstützen und soziale Teilhabe ermöglichen.
Interessanterweise hat der AWO Kreisverband Bielefeld auch einen Podcast mit dem Titel „Hörbar Mensch“, der Einblicke in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter gibt. Eine wertvolle Initiative, um das Bewusstsein für die Arbeit in sozialen Berufen zu schärfen und zu zeigen, wie wichtig solche Einrichtungen für die Gesellschaft sind.
Die Frauenhaus-Statistik von FHK, die seit 1999 existiert, liefert jährlich Daten zur Frauenhausarbeit und den Bewohner*innen. Diese Daten sind nicht nur für die Praxis, sondern auch für die Forschung und Politik von Bedeutung. Sie geben Aufschluss über die Anzahl und das Alter der Bewohnerinnen sowie ihrer Kinder und helfen dabei, die Bedürfnisse dieser oft vulnerablen Gruppe besser zu verstehen. Auch das Thema Kostenbeteiligung wird in der Statistik beleuchtet, was für viele Frauen, die in Frauenhäusern Schutz suchen, von zentraler Bedeutung ist.
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