In Stade, einer charmanten Stadt im Norden Deutschlands, gibt es Neuigkeiten, die das Herz eines jeden Friedhofsbesuchers höher schlagen lassen. Der Horstfriedhof, ein Ort der Ruhe, Begegnung und des Innehaltens, hat einen neuen Förderverein ins Leben gerufen. Dieser wurde von acht engagierten Mitgliedern des Friedhofsausschusses gegründet, die im Auftrag des Kirchengemeindeverbandes Stade (KGV) tätig sind. Ganz unter dem Motto, die Erinnerungen lebendig zu halten, will der Verein mit frischen Ideen und Impulsen den Horstfriedhof weiterentwickeln.
Die Vorsitzende Hilke Ehlers und ihr Stellvertreter Jörn-Martin Schöning haben sich ein großes Ziel gesetzt: den Friedhof als lebendigen Ort zu erhalten und neue Möglichkeiten für alle Besucher zu schaffen. Dabei möchte der Verein nicht nur seine eigenen Ideen einbringen, sondern auch die Wünsche und Anregungen der Menschen, die sich aktiv einbringen wollen, bündeln. Jeder, der Interesse hat, kann Mitglied werden und sich für den Friedhof engagieren – eine tolle Gelegenheit für alle, die sich für die Kultur und Geschichte ihrer Heimat interessieren!
Ein neues Projekt: Das Pop-up-Café „Kapellen Kaffee“
Ein erstes Highlight steht bereits in den Startlöchern: das Pop-up-Café „Kapellen Kaffee“. Dieses Café wird vom 31. Mai bis zum 5. Juli 2026, jeweils sonntags von 14 bis 16 Uhr, in oder vor der Friedhofskapelle geöffnet sein. Hier können Friedhofsbesucher, Spaziergänger, Kaffeetrinker und Kuchenesser zusammenkommen und einen Moment der Geselligkeit genießen. Der Verein sucht auch ehrenamtliche Helfer und Kuchenspenden für dieses Projekt, um den Besuchern ein unvergessliches Erlebnis zu bieten. Ein Vorbereitungstreffen findet am Mittwoch, dem 13. Mai, um 16 Uhr in der Friedhofskapelle statt. Interessierte können sich per E-Mail an den Förderverein wenden: horstfriedhof.stade@evlka.de.
Aber der Horstfriedhof ist nicht nur durch den neuen Förderverein in den Fokus gerückt. Die Siegel-Stiftung, die im Februar 2013 von Dr. Arnd Siegel und den Stader evangelischen Kirchen gegründet wurde, engagiert sich ebenfalls für den Erhalt dieses besonderen Ortes. Ihre Mission ist es, alte Grabstätten und kunstvoll gestaltete Grabmäler zu bewahren und den Friedhof als Ort des Gedächtnisses und Erlebnisraum für kulturell, künstlerisch und historisch interessierte Menschen attraktiv zu halten. Die Stiftung, die unter der Trägerschaft des Ev.-luth. Gesamtverbands Stade steht, fördert zudem kirchliche Zwecke, Kunst und Kultur sowie Heimatpflege.
Friedhofskultur als immaterielles Erbe
Die Bedeutung des Horstfriedhofs wird auch durch die Anerkennung der Friedhofskultur in Deutschland als immaterielles Kulturerbe unterstrichen. Die Deutsche UNESCO-Kommission hat im März 2020 die Aufnahme empfohlen, und die Kultusministerkonferenz beschloss die Eintragung in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes. Diese Friedhofskultur umfasst nicht nur die Friedhöfe selbst, sondern auch die lebendigen Ausdrucksformen, die von menschlichem Wissen und Können geprägt sind. So wird das Trauern, Erinnern und Gedenken zu einem gesamtgesellschaftlichen Thema, das in den Bereichen Klima- und Naturschutz, gesellschaftliche Integration und nationale Identität einen hohen Stellenwert hat.
Der Horstfriedhof in Stade steht also nicht nur für stille Erinnerungen, sondern auch für eine lebendige Zukunft, in der Begegnungen und kulturelle Impulse einen zentralen Platz einnehmen. Hier wird Geschichte greifbar und die Gemeinschaft gestärkt, was in einer Zeit, in der die Menschen oft nach Halt und Verbindung suchen, von unschätzbarem Wert ist.