Erster Jugendrat in Uelzen: Ein Schritt zur politischen Mitbestimmung junger Menschen
In Uelzen, einer kleinen Stadt in Deutschland, steht ein spannendes Ereignis vor der Tür: Erstmals wird ein Jugendrat gewählt! Dieser Schritt ist ein großer Schritt für die politischen Mitbestimmungsrechte junger Menschen. Die Wahl findet Ende September statt, und Jugendliche im Alter von 13 bis 21 Jahren können sich bis zum 2. September bewerben. Wer in Uelzen wohnt, zur Schule geht oder dort arbeitet, hat das Recht, seine Stimme abzugeben. Die Bewerbung ist ganz unkompliziert online möglich unter www.hansestadt-uelzen.de/jugendrat.
Der neu gegründete Jugendrat wird ab November die Interessen der Jugendlichen in Uelzen vertreten. Und das ist nicht nur irgendein Gremium! Er hat die Möglichkeit, bei kommunalen Entscheidungen und Planungen mitzureden, etwa wenn es um Angebote für Jugendliche, neue Grünflächen oder die Stadtentwicklung geht. Mit einem eigenen Budget können die Mitglieder sogar eigene Projekte umsetzen. Der Jugendrat besteht aus 16 Mitgliedern und wird für eine Wahlperiode von zweieinhalb Jahren eingesetzt. Die Wahl selbst findet online vom 28. September bis 1. Oktober statt, und um seine Stimme abzugeben, muss man ins Wählerverzeichnis eingetragen sein – auch das geht online.
Mitbestimmung für die nächste Generation
Besonders spannend ist, dass die Satzung und Wahlordnung in enger Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus der Stadt und dem Landkreis Uelzen erarbeitet wurden. Workshops an weiterführenden Schulen führten zur Bildung einer Konzeptgruppe mit rund 15 Teilnehmenden, die jetzt die Weichen für die politische Mitbestimmung junger Menschen stellen. Dies zeigt, wie wichtig es ist, den Jugendlichen eine Stimme zu geben und sie aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Aber das ist nicht nur ein lokales Phänomen. Auch auf Bundesebene wird die politische Beteiligung junger Menschen gefördert. Das Bundesjugendministerium hat das Ziel, das Miteinander der Generationen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie zu stärken. Junge Menschen möchten gleichwertig wie Erwachsene in Beteiligungsprozesse einbezogen werden. Hierzu wird eine digitale Beteiligungsplattform entwickelt, die ab dem zweiten Quartal 2026 verfügbar sein soll. Das zeigt, dass es eine klare Bewegung in Richtung mehr Mitbestimmung gibt – nicht nur in Uelzen, sondern in ganz Deutschland.
Ein Blick in die Zukunft
Der Jugendrat in Uelzen ist also Teil einer größeren Initiative, die auch durch die JugendPolitikTage 2025 und die BundesJugendKonferenz 2024 gestärkt wird. Diese Formate bieten Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Meinungen zu äußern und Lösungen für aktuelle Probleme zu entwickeln. Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für Kinder- und Jugendbeteiligung wird zudem ein Dialogprozess initiiert, der konkrete Empfehlungen zur Einbeziehung junger Menschen formuliert. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich all diese Initiativen entfalten und welche Auswirkungen sie auf die politische Landschaft haben werden.
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