In der charmanten Stadt Verden, wo die Elbe sanft durch die Landschaft fließt, hat sich ein bemerkenswerter Umbruch vollzogen. Der Bioland-Landesverband Niedersachsen/Bremen hat seine Geschäftsstelle nach fast 25 Jahren von Visselhövede ins neu errichtete Strohballenhaus verlegt. Der Umzug, der im Frühsommer abgeschlossen wurde, war zwar herausfordernd, aber das Team feierte den neuen Standort mit der Nachbarschaft. Es ist schon etwas Besonderes, wenn man sieht, wie eine Gemeinschaft zusammenkommt, um solch einen Schritt zu würdigen.

Pressesprecherin Nadia Bremer betont, dass die bessere Anbindung an Hannover, praktische Gründe und das ansprechende Umfeld entscheidende Faktoren für den Umzug waren. Verden, so stellt sich heraus, ist nicht nur logistisch günstig für die Mitglieder, die in Niedersachsen und Bremen verteilt sind, sondern bietet auch zahlreiche Überschneidungen bei Themen wie Landwirtschaft und Moorflächen. Im Strohballenhaus, das als Büro und Treffpunkt für Mitgliederversammlungen sowie Regionalgruppen dient, arbeiten etwa 20 Mitarbeitende – nicht alle sind allerdings ständig vor Ort.

Ein innovatives Zuhause

Das Strohballenhaus, eines der höchsten und direkt verputzten, strohballengedämmten Holzhäuser Europas, ist ein echtes Modellprojekt. Mit fünf Etagen und einem durchdachten Konzept, das vorgefertigte Strohballenbauteile nutzt, wurde es 2014 fertiggestellt. Es erfüllt nicht nur die Brandschutzanforderungen der Gebäudeklasse 4, sondern auch den Passivhaus-Energiestandard für Gewerbeimmobilien. So viel Nachhaltigkeit unter einem Dach! Bei der Eröffnung, die am 6. Juli 2026 mit geladenen Gästen gefeiert wurde, stellte Geschäftsführerin Kerstin Hintz fest, dass Verden zentral für Mitarbeitende, Ehrenamtliche und Delegierte aus ganz Niedersachsen liegt.

Die neuen Räumlichkeiten bieten zahlreiche Möglichkeiten für Veranstaltungen und fördern innovative Kooperationen. Jutta Sundermann, Geschäftsführerin des Norddeutschen Zentrums für Nachhaltiges Bauen, unterstrich die Verbindung zwischen nachhaltigem Bauen und einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie solche Projekte die Gemeinschaft stärken und neue Ideen hervorbringen. Bei der Eröffnung wurden bereits erste Ideen für Kooperationen bei einem Essen von der Frische Schmiede besprochen – das ist doch mal ein guter Start!

Nachhaltige Landwirtschaft im Fokus

In einem Bundesland, in dem rund zwei Drittel der Fläche landwirtschaftlich genutzt werden, ist die Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft von größter Bedeutung. Die grüne Agrarpolitik in Niedersachsen zielt darauf ab, faire Einkommen für Landwirtinnen zu sichern, hochwertige Lebensmittel zu produzieren und gleichzeitig Klima, Umwelt und Tiere zu schützen. Bis 2030 soll mindestens 15 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet werden – ein ehrgeiziges, aber nötiges Ziel!

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Die Unterstützung für Landwirtinnen bei der Umstellung auf tiergerechte Ställe zeigt, wie ernst es den Verantwortlichen ist, die Haltungsbedingungen für Tiere zu verbessern. Das Strohballenhaus in Verden könnte hier eine wichtige Rolle spielen, indem es als Treffpunkt für den Austausch und die Entwicklung neuer Strategien dient. Die Vision für eine lebendige, vielfältige und zukunftsfeste Landwirtschaft ist nicht nur ein Schlagwort, sondern eine klare Richtung, die es zu verfolgen gilt. Verden könnte sich als Knotenpunkt dieser Entwicklung etablieren – und das wäre doch einfach nur großartig!

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