Aktuell erhält das Landeskriminalamt Niedersachsen zahlreiche Warnungen wegen einer neuen Betrugsmasche, die vor allem auf gefälschte Steuerbescheide abzielt. Diese wirken auf den ersten Blick täuschend echt und sollen die Empfänger dazu bringen, Zahlungen für nicht existierende Steuerschulden vorzunehmen.

Bereits Anfang Oktober wurde der erste Fall polizeilich bekannt, als ein Misstrauischer den Kontakt zur Polizei suchte, nachdem er einen verdächtigen Steuerbescheid erhalten hatte. Dies hat eine Welle von weiteren Anzeigen nach sich gezogen, da auch verschiedene Finanzämter Berichte über die gefälschten Schreiben veröffentlichten. Bislang sind dem LKA bis zu zehn Fälle dieser Art gemeldet worden, und die Gefahr scheint noch lange nicht vorbei zu sein. Der Artikel auf www.ndr.de hebt hervor, dass die Prüfung der Echtheit solcher Schreiben entscheidend ist, um nicht Opfer einer Betrugsmasche zu werden.

Woran man einen gefälschten Steuerbescheid erkennt

Die Ermittler haben sieben spezifische Merkmale erkannt, die bei den bisherigen gefälschten Steuerbescheiden vorkommen. Dazu zählt unter anderem eine geforderte Nachzahlung von genau 762,53 Euro an die Sparkasse Weser-Elbe. Interessanterweise stammt der angebliche Bescheid vom nicht existierenden Finanzamt Bad Salzdetfurth im Landkreis Hildesheim, und der Absender „Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland“ ist ebenfalls nicht legitimiert.

  • Forderung zur Steuernachzahlung in Höhe von 762,53 Euro
  • Absender ist nicht existent: „Finanzbehörden der Bundesrepublik Deutschland“
  • Falsche Steuernummer und Identifikationsnummer
  • Fehlende Rechtsbehelfsbelehrung in den Schreiben
  • Unerreichbare Telefonnummer des Finanzamtes
  • Unüblicher Behördenstempel am Ende des Dokuments
  • Identische Inhalte der Dokumente ausserhalb der Adressen

Betroffene, die Post von einem Finanzamt erhalten, sollten daher unbedingt auf die Echtheit des Schreibens achten. Das LKA empfielt, solche Bescheide mit früheren Dokumenten zu vergleichen.

Ratschläge der Ermittler

Die Behörden warnen, dass die Betrüger ihre Methoden anpassen könnten, daher ist es entscheidend, beim Erhalt eines Steuerbescheids Vorsicht walten zu lassen. Zum Beispiel könnte es sinnvoll sein, im Zweifel das eigene Finanzamt zu kontaktieren, bevor man eine Zahlung tätigt. Eine Anzeige bei der Polizei sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden, falls der Verdacht auf Fälschung besteht.

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Bereits in der Vergangenheit gab es ähnliche Betrugsversuche, wie das LKA Niedersachsen berichtet. Vor zwei Jahren versuchten Cyberkriminelle, sich als Beamte des Bundesministeriums der Finanzen auszugeben, indem sie SMS verschickten, die die Empfänger auf gefälschte Webseiten führten, um ihre Zahlungsinformationen zu stehlen.

Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die Öffentlichkeit über diese Praktiken aufgeklärt wird, um einen einfachen Zugang zu Informationen zu schaffen und die Menschen vor solchen Maschen zu schützen. Das LKA verfolgt die Fälle aufmerksam und setzt alles daran, um die Bürger zu informieren und zu unterstützen.

Für detailliertere Informationen zu diesem Thema wird auf den Bericht auf www.ndr.de verwiesen.

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