Im Landkreis Wesermarsch tut sich einiges in Sachen erneuerbare Energien. Hier wird nicht nur über den Ausbau von Wind- und Solarparks nachgedacht, sondern es wird auch fleißig gehandelt. Aktuell wird an über 2070 Hektar für die Windenergie gearbeitet, was weit über den gesetzlichen Vorschriften liegt. Patrick Notzon, der Fachdienstleiter für Planen und Bauaufsicht, ist da ganz optimistisch und sagt, dass die Hausaufgaben mehr als erfüllt wurden. Kommunen haben sogar die Möglichkeit, noch mehr Flächen zu entwickeln. Das klingt doch vielversprechend!
Ein interessantes Projekt, das in Planung ist, wird Offshore-Strom aus Dänemark direkt nach Lippe bringen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits im Gange, und es soll auch Leerrohre geben, die verlegt werden, um spätere Eingriffe zu minimieren. Diese Initiative ist Teil der allgemeinen Bestrebungen im Landkreis, die Übertragungsnetze auszubauen und zu modernisieren. Notzon spricht von sichtbaren Um- und Ausbaumaßnahmen, die für alle Bürger deutlich erkennbar sein werden.
Wachstum der Photovoltaik
Doch nicht nur Windkraft hat hier das Sagen. Der Ausschussvorsitzende Dieter Kohlmann von der CDU sieht auch großes Potenzial in Photovoltaik-Parks. Bis zum Jahr 2040 hat sich Niedersachsen zum Ziel gesetzt, durch Freiflächen-Photovoltaikanlagen rund 15 Gigawatt zu erzeugen. Im Landkreis Wesermarsch sind bereits etwa 210 Hektar für Freiflächen-Photovoltaik gesichert, und weitere 503 Hektar befinden sich im Verfahren. Besonders in Elsfleth-West und Ovelgönne-Rüdershausen sind zwei große Photovoltaik-Parks in Planung, die sich derzeit in der Öffentlichkeits- und Trägerbeteiligung befinden.
Die Netzentwicklungsplanung sieht zudem drei große Leitungsprojekte vor: den Rhein-Main-Link, die Elbe-Weser-Leitung und das Conneforde-Sottrum-Projekt. Diese Projekte sollen sicherstellen, dass die gewonnene Energie auch überall dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Die Ideen sprudeln nur so, und es gibt noch viele weitere Planungen, die den Landkreis in ein neues Energiezeitalter führen könnten.
Erneuerbare Energien in Deutschland
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass Deutschland insgesamt auf einem guten Weg ist, wenn es um erneuerbare Energien geht. Laut dem Umweltbundesamt wurden im Jahr 2025 in Deutschland 290 Terawattstunden (TWh) erneuerbarer Strom erzeugt, was einem Anstieg von rund 1% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg von 54,4% auf 55,1%. Windenergie und Photovoltaik machen über 75% des gesamten erneuerbaren Stroms aus.
Windenergieanlagen (sowohl an Land als auch auf See) haben 134 TWh geliefert, was sie zum wichtigsten Energieträger im deutschen Strommix macht. Auch die Solarstromerzeugung hat einen deutlichen Anstieg erlebt und erreichte 91,6 TWh. In der aktuellen Situation, in der Deutschland bestrebt ist, bis 2030 einen Anteil von 41% erneuerbarer Energien zu erreichen, sind solche Entwicklungen mehr als nur erfreulich.
Die Zahlen sprechen für sich: 265 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente konnten durch erneuerbare Energien vermieden werden. Davon entfielen 207 Millionen Tonnen auf den Stromsektor. Wenn das nicht motiviert, weiß ich auch nicht! Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Energiepolitik in Deutschland und speziell im Landkreis Wesermarsch weiterentwickeln wird.
