Heute ist der 20.05.2026 und in der Wesermarsch gibt es spannende Neuigkeiten, die nicht nur die Einheimischen, sondern auch Zugewanderte betreffen. Das Projekt „Lebenswelten Wesermarsch“ hat in den letzten drei Jahren eindrucksvoll Lebensgeschichten von Menschen aus verschiedenen Kulturen gesammelt. Diese Geschichten bieten einen tiefen Einblick in die Realität von Migration und Integration. Am Donnerstag, den 28. Mai, findet die Abschlussveranstaltung in der Begu Lemwerder statt, wo die gesammelten Erfahrungen und Filme präsentiert werden. Die Veranstaltung wird von 15 bis 18 Uhr stattfinden und alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich die beeindruckenden Dokumentationen anzusehen.

Die Projektleiterin, Susanne Kümper, hat unermüdlich daran gearbeitet, die menschliche Perspektive hinter dem oft abstrakt diskutierten Thema Integration sichtbar zu machen. In den letzten Jahren wurden 30 Interviews und Porträts erstellt, die nicht nur die Herausforderungen, sondern auch die Chancen der Integration beleuchten. Unterstützt wird das Projekt vom Landkreis Wesermarsch sowie von der ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiative Refugium. Und das Ergebnis? Fünf neue Kurzfilme über Lebenswege von Zugewanderten, die zum Nachdenken anregen und die persönlichen Geschichten in den Vordergrund stellen.

Einblicke in persönliche Geschichten

Die jüngsten Filme zeigen unter anderem die Geschichten von Menschen wie Hillary Ochaaki aus Uganda, die über den Bundesfreiwilligendienst in die Wesermarsch kam und nun eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger absolviert. Ihr Traum? Eines Tages Arzt zu werden. Khayala Mammadova aus Aserbaidschan hat ebenfalls große Pläne: Nach ihrer Tätigkeit als zahnmedizinische Fachangestellte möchte sie als Zahnärztin in der Wesermarsch arbeiten. Es ist inspirierend zu sehen, wie diese Menschen ihre Träume verfolgen und sich in die Gesellschaft integrieren.

Die Veranstaltung in Lemwerder, die bereits die fünfte von sechs öffentlichen Veranstaltungen war, wurde von rund 60 Gästen besucht. Hier wurden nicht nur Filme gezeigt, sondern auch Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern der Zinzendorfschule in Tossens präsentiert. Diese entstanden unter der Anleitung der Künstlerin Christine Pape und unterstreichen die kreative Seite des Projekts.

Ein Netzwerk entsteht

Ein weiteres spannendes Element des Projekts ist das geplante digitale Netzwerk, das ab Ende 2026 ins Leben gerufen werden soll. Ziel ist es, Schulen, Unternehmen und kleinere Betriebe miteinander zu vernetzen und den Austausch zu fördern. Damit wird der Grundstein für eine nachhaltige Integration gelegt, die über die filmischen Eindrücke hinausgeht. Workshops in Schulen der Wesermarsch und eine Veranstaltung in Hannover haben bereits stattgefunden, bei denen Jugendliche und Lehrkräfte aus sieben Schulen aktiv beteiligt waren.

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Das Projekt „Lebenswelten Wesermarsch“ ist nicht nur eine Sammlung von Geschichten, sondern ein lebendiges Zeugnis dafür, wie Integration und Migration in unserer Gesellschaft gelebt werden können. Die bereits veröffentlichten Filme sind auf der Webseite www.lebenswelten-wesermarsch.de abrufbar und bieten jedem die Möglichkeit, einen Blick in diese bewegenden Lebenswelten zu werfen.

Es bleibt spannend, wie sich das Projekt weiterentwickeln wird und welche neuen Geschichten noch erzählt werden. Die letzte Veranstaltung ist für den Herbst in Elsfleth geplant und wird sicherlich auch viele neue Einblicke bieten. Die Vielfalt der Erfahrungen und Perspektiven, die in diesem Projekt zusammenkommen, ist ein wertvoller Beitrag zur Diskussion über Integration und Zusammenleben in unserer Gesellschaft.