Heute ist der 5.06.2026 und wir blicken auf eine spannende Entwicklung in der Wesermarsch. Das Refugium hier hat eine wichtige Anlaufstelle für Rückkehrberatung geschaffen, die seit September 2025 von Ganna Sichau geleitet wird. Die Idee dahinter? Geflüchtete, die in ihr Heimatland zurückkehren möchten, sollen Unterstützung erhalten. Es ist nicht nur eine Frage des Heimwehs – viele haben familiäre Verpflichtungen, gesundheitliche Probleme oder kämpfen mit kulturellen Herausforderungen. Auch das fehlende Aufenthaltsrecht oder nicht-anerkannte Abschlüsse spielen eine Rolle.

Bereits im Jahr 2026 konnten 15 Personen bei ihrer Ausreise unterstützt werden. Dabei sind die Betroffenen aus Ländern wie der Türkei, Syrien, Kolumbien und Russland. Die Rückkehrberatung ist freiwillig, und es gibt kein Wiedereinreiseverbot für diejenigen, die sich für eine Rückkehr entscheiden. Die Erstberatungen sind vielschichtig: Manche sind fest entschlossen, während andere unsicher sind. Unsicherheitsfaktoren wie der Verlust von Beziehungen, fehlende Sprachkenntnisse oder Kinder im Schulalter machen den Prozess oft komplizierter.

Umfassende Unterstützung

Das Refugium bietet nicht nur Rückkehrberatung, sondern auch Hilfe bei behördlichen Angelegenheiten – von der Passbeschaffung bis zur Kontaktaufnahme mit Schulen. Sachleistungen wie Flugtickets und Transport zu Flughäfen werden ebenfalls bereitgestellt. Eine Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) ermöglicht zusätzlich Unterstützung bei Existenzgründung und Wohnungssuche. Die EU-Reintegrationsprogramme (EURP) liefern finanzielle Unterstützung, jedoch nicht für alle Länder, was die Situation nicht gerade einfacher macht.

Die Rückkehrberatung ist also ein komplexer Prozess, der einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Bis zu vier Monate kann es dauern, bis jemand tatsächlich ausreist. In besonderen Fällen wie Krankheit oder Schwangerschaft wird die Bearbeitung beschleunigt. Ganna Sichau bietet offene Beratungen in Brake und Nordenham an, und das Refugium hat zusätzlich Integrations- und Sprachförderungskurse im Angebot. Besonders Frauen und Familien profitieren von diesen Kursen.

Der Weg zurück

Die Rückkehr ins Heimatland ist für viele Geflüchtete ein bedeutender Schritt, der oft mit Unsicherheit und Verantwortung für die Familie verbunden ist. Das Raphaelswerk e. V. unterstreicht, dass eine freiwillige und informierte Rückkehr in Sicherheit und Würde das Ziel sein sollte. Die Rückkehrberatung basiert auf humanitären Werten wie Selbstbestimmung und Menschenwürde. Es geht darum, Migration als Möglichkeit und nicht als Zwangsmaßnahme zu betrachten. Die Integration der freiwilligen Rückkehr in ein Gesamtkonzept ist von großer Bedeutung, um die Lebensbedingungen im Herkunftsland zu verbessern und Perspektiven zu fördern. Denn letztendlich sollte der Wunsch nach Stabilität und einem besseren Leben im Mittelpunkt stehen, ganz gleich, wo das ist.

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Hier in der Wesermarsch wird also nicht nur geholfen, sondern auch ein Weg aufgezeigt – ein Weg zurück, aber auch ein Weg zu einer neuen Perspektive. Immer mit dem Ziel, dass die Rückkehr nicht nur ein Abschied, sondern auch ein Neuanfang sein kann. Weitere Informationen dazu gibt es bei NWZ online.

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