Heute ist der 21.04.2026, und in Wilhelmshaven bereitet man sich auf eine bedeutende Großübung vor. Vom 22. bis 26. April findet die Veranstaltung „SAREx Wilhelmshaven 2026“ statt, die von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) organisiert wird. Diese Übung wird bereits zum sechsten Mal in der norddeutschen Hafenstadt ausgetragen und bringt sieben Rettungseinheiten, externe Schiffe sowie mehrere Hubschrauber zusammen, um das Zusammenspiel in Notfällen zu trainieren.

Das Ziel der Übung ist klar: Die Verbesserung der Koordination bei komplexen Rettungseinsätzen. Die Teilnehmer werden in realistischen Szenarien geschult, die ihnen erst bei Alarmierung bekannt gegeben werden. Dazu gehören die Suche und Rettung von Schiffbrüchigen, medizinische Erstversorgung sowie der Transport von Verletzten. Eine der Herausforderungen besteht darin, Havaristen zu schleppen und gerettete Personen zwischen verschiedenen Schiffen zu übergeben. Hierzu sind auch spezielle Trainings in engen Schiffsinnenräumen vorgesehen, um die Rettung unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben.

Intensive Zusammenarbeit und Trainingsvielfalt

Unterstützt wird die Übung durch die Emergency Training Group (ETG) von I.S.A.R. Germany, die mit Verletztendarstellern für zusätzliche Realitätsnähe sorgt. Zu den beteiligten Seenotrettungskreuzern gehören die „Hans Hackmack“, „Eugen“ und „Pidder Lüng“, ergänzt durch mehrere Seenotrettungsboote wie „Peter Habig“ und „Wolfgang Paul Lorenz“. Auch die Luftunterstützung ist mit einem Zollschiff, Marinehubschraubern und ADAC-Rettungshubschraubern sichergestellt.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Übertragung internationaler Suchmuster und der Schulung in Navigations- sowie Führungsaufgaben. Um die Kommunikationssicherheit zu gewährleisten, kommen spezielle Codewörter zum Einsatz, um Verwechslungen mit echten Notrufen zu vermeiden. Der Schlepper „Fairplay 34“ wird in der Übung als „Havarist“ eingesetzt, um die Einsatzlage noch realistischer zu gestalten.

Hinweise für Wassersportler

Für Wassersportler gibt es einen wichtigen Hinweis: Im Übungsgebiet wird es keine expliziten Sperrungen geben, jedoch sollten die normalen Abstandsregeln beachtet werden. Die DGzRS betont die Notwendigkeit regelmäßigen Trainings, um im Ernstfall schnell und sicher reagieren zu können. Die letzte Übung fand im September 2025 vor Neustadt statt, und die SAREx wird in der Regel zweimal jährlich organisiert, einmal auf der Nordsee und einmal auf der Ostsee.

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Die Seenotretter-Akademie der DGzRS in Bremen leitet die Übung, die nicht nur den Einsatzkräften zugutekommt, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit auf den Gewässern leistet. Angesichts der Herausforderungen, die die maritime Sicherheit mit sich bringt, sind solche Übungen unverzichtbar.

Für weitere Informationen zur Übung und den beteiligten Einheiten kann die ausführliche Quelle auf yacht.de eingesehen werden.