In Wolfenbüttel sorgten fünf Pferde, darunter ein stattliches 36-jähriges Pony, in der Nacht zu Montag für Aufregung. Die Tiere galoppierten durch die Innenstadt und ließen sich zunächst nicht einfangen, was für die Beamten der Polizei eine echte Herausforderung darstellte. Rund drei Stunden liefen die Pferde quer durch die City, bevor ein glücklicher Zufall eintrat: Die Tiere passierten das Polizeirevier in der Lindener Straße. Dort gelang es den Beamten, die Pferde auf das Gelände zu leiten und das Tor zu schließen. Am Montagmorgen konnte die Besitzerin, die anonym bleiben möchte, ihre Tiere abholen. Sie berichtete, dass die Pferde geschafft, aber munter waren.

Die genaue Ursache für das Entlaufen der Pferde bleibt unklar. Die Besitzerin vermutet, dass jemand die Tiere freigelassen hat. Expertin Stefanie Rose-Hotopp erklärte, dass Pferde bei Herdentrieb schwer zu bremsen sind und oft kilometerweit weiterlaufen können. Ihre Reaktion auf solch eine Situation kann unterschiedlich ausfallen: Während einige panisch reagieren, genießen andere die Freiheit und das Herumgaloppieren in der Stadt.

Tierschutz und Verantwortung

Die Vorfälle in Wolfenbüttel werfen ein Licht auf die Verantwortung, die Tierhalter für ihre Tiere tragen. Laut dem Deutschen Tierschutzbund kommt es häufig vor, dass Pferde nicht mehr richtig versorgt oder gar vernachlässigt werden. Abgemagerte Tiere, fehlendes Futter und Wasser sowie schmerzhafte Huferkrankungen sind häufige Missstände. Unter Umständen überlassen Besitzer ihre Tiere, wenn sie mit der Haltung überfordert sind. Tierschutzvereinen fehlt oft die Kapazität, um Notfallpferde aufzunehmen, sodass erfahrene Halter*innen gefragt sind, um diesen Tieren ein neues Zuhause zu bieten.

In Wolfenbüttel gibt es den Tierschutzverein Wolfenbüttel, der sich für den Tierschutz einsetzt und Aufklärung über Tierschutzprobleme betreibt. Die Sprechzeiten sind Montag bis Sonntag von 10 bis 12 Uhr und zusätzlich Montag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 17 Uhr. Um eine Tiervermittlung oder Besichtigung anzufragen, ist eine Terminvereinbarung notwendig. Bei Fragen zu Fundtieren oder verletzten Tieren steht die Polizei Wolfenbüttel unter der Telefonnummer 05331 – 9330 zur Verfügung.

Aktuell sind die Igelnotstationen überfüllt, weshalb verletzte Igel zuerst zu einem Tierarzt gebracht werden sollten. Der Verein nimmt Sachspenden für Flohmärkte entgegen, solange diese gut erhalten und sauber sind. Auch Anmeldungen für den Zukunftstag im April 2026 sind nicht mehr möglich, aber ab dem 2. Januar 2027 können Anmeldungen für 2027 entgegengenommen werden. Der Verein verfolgt das Ziel, den Tierschutzgedanken zu vertreten und Tierhaltern zu helfen, die ihre Tiere abgeben müssen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Geschehnisse in Wolfenbüttel sind ein eindringlicher Appell an alle Tierhalter, Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse ihrer Tiere ernst zu nehmen. Nur so können wir sicherstellen, dass solche Vorfälle in Zukunft vermieden werden.