Heute ist der 29. Mai 2026 und die Stadt Aachen hat in den letzten Tagen ein wahres Spektakel erlebt. Vom 22. bis 24. Mai fand das TSCHIO Aachen statt – ein vorgezogenes Ersatzturnier für das traditionelle Weltfest des Pferdesports. Der Grund für diese Veränderung? Die bevorstehende Weltmeisterschaft im August, die den üblichen Zeitrahmen sprengt. Trotz dieser Umstände wurde der ROLEX Grand Prix ausgetragen, und das mit einer bemerkenswerten Teilnehmerliste.
Unter den Reitern waren auch zwei österreichische Teamreiter, die für Furore sorgten: Katharina Rhomberg und Max Kühner. Katharina hatte gleich zwei Pferde dabei: Colestus Cambridge und Cuma. Besonders beeindruckend war die Leistung von Colestus Cambridge, der in vier Runden dreimal fehlerfrei blieb und im Preis des Aachen-Laurensberger Rennvereins auf Rang vier landete. Katharina selbst bezeichnete Aachen als ihr neues Lieblingsturnier – die Generalprobe vor der Weltmeisterschaft sei von enormer Bedeutung, so die Reiterin.
Einmalige Erlebnisse und Herausforderungen
Doch nicht alles lief nach Plan. Ihr anderes Pferd, Cuma, hatte während des ROLEX Grand Prix einen kleinen Schreck vor einem Teich, was die gesamte Situation zu einer einmaligen Erfahrung machte. Max Kühner hingegen stellte sein Pferd Elektric Blue vor, das leider nach zwei Abwürfen im Grand Prix ausschied. Kühner gab zu, dass Elektric Blue derzeit nur auf 60-70 % seiner Leistungsfähigkeit ist – das ist natürlich nicht optimal, aber er bleibt optimistisch.
Angelika May, die Equipe-Chefin, äußerte sich bedauernd über die fehlenden Startplätze für andere Reiter, war jedoch froh über die starke Präsenz von Rhomberg und Kühner. Für das Team Austria steht jetzt der Nationenpreis in St. Gallen vom 4. bis 7. Juni 2026 an. Man darf gespannt sein, wie sich die beiden dort schlagen werden!
Ein buntes Rahmenprogramm
Das TSCHIO Aachen 2026 bot jedoch nicht nur Springreiten vom Feinsten. Top-Stars des Springreitens, darunter der aktuelle Europameister Richard Vogel, waren ebenfalls vor Ort und nahmen an der Qualifikation zum ROLEX Grand Prix teil. Die gesamte Top 25 der Springreiter-Weltrangliste wurde in Aachen erwartet. Wer noch Tickets ergattern konnte, durfte sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Am Samstag fand zum ersten Mal „Pferd und Sinfonie“ im Großen Stadion statt – ein Abschiedskonzert von Generalmusikdirektor Christopher Ward rundete das Event ab.
Das Programm für den Sonntag begann bereits um 8 Uhr mit dem Preis des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Der Höhepunkt, der ROLEX Grand Prix, startete um 12:40 Uhr und war sehr gefragt. Die Vorfreude war spürbar! Und so endete das CHIO-Programm am 24. Mai mit dem traditionellen Abschied der Nationen um 16:25 Uhr.
Aachen hat wieder einmal bewiesen, dass es ein Zentrum für erstklassigen Pferdesport ist – auch wenn die Umstände dieses Jahr etwas anders waren. Mit dem TSCHIO Aachen als Ersatzturnier durften die Zuschauer beim Springreiten mitfiebern und die Reiter zeigen ihr Können. Die Begeisterung war einfach ansteckend.
