Heute ist der 28.05.2026 und wir schauen nach Bonn, wo ein wichtiges Thema die Gemüter bewegt. Das Internet, so verlockend und praktisch es auch sein mag, birgt für unsere Kinder nicht nur Chancen, sondern auch jede Menge Gefahren. Eltern stehen oft ratlos da, wenn es darum geht, wie sie ihre Sprösslinge im Netz schützen können. Die jüngste Studie „Cybersicherheitsmonitor 2025“ des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention zeigt, dass nur 47% der Eltern von 6- bis 13-Jährigen und 42% der Eltern von 14- bis 17-Jährigen regelmäßig über die Online-Aktivitäten ihrer Kinder sprechen. Das ist alarmierend! Wir müssen das ändern.

Die Gefahren, die im Netz lauern, sind vielfältig: von gefährdenden Inhalten über Cybergrooming bis hin zu Datenmissbrauch und Kostenfallen. Umso wichtiger ist es, dass Eltern mit ihren Kindern über ihre Internetnutzung reden, um sie zu schützen und die Medienkompetenz zu fördern. Das BSI bietet dazu wertvolle Anleitungen auf seiner Webseite an, darunter auch Unterrichtsmaterialien für Lehrer, die in das Medienpaket „Cybersicherheit für 10- bis 14-Jährige“ integriert sind. Hier wird auf die Bedeutung von Altersbeschränkungen hingewiesen, die für Apps, Spiele und Filme aktiviert werden sollten.

Cybergrooming – Ein ernstes Thema

Ein besonders heikles Thema ist das Cybergrooming. Dabei sprechen Erwachsene gezielt Kinder und Jugendliche über das Internet an, um sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen. Die Täter sind oft in sozialen Netzwerken oder auf Gaming-Plattformen unterwegs. Umso wichtiger ist es, dass Schüler lernen, Warnzeichen zu erkennen und zu verstehen, dass Cybergrooming eine Straftat ist. Lehrkräfte können hier mit speziellen Unterrichtseinheiten unterstützen, die nicht nur die Definition von Cybergrooming behandeln, sondern auch Schutzmöglichkeiten und Hilfsangebote aufzeigen. Materialien, die unter anderem von ZDFtivi und dem Bundeskriminalamt bereitgestellt werden, helfen dabei, das Bewusstsein für dieses Thema zu schärfen.

Zusätzlich sollten Eltern die Möglichkeiten der Jugendschutzeinstellungen auf Smartphones und Tablets nutzen. Hier ist ein gemeinsames Prüfen von App-Berechtigungen und das Anpassen von Bildschirmzeiten unerlässlich. Das BSI hat auch eine Serie „Zwischen Reels und Regeln“ ins Leben gerufen, die sich mit Themen wie E-Mail-Sicherheit und Cybergrooming auseinandersetzt. Die ersten Folgen helfen Eltern, den digitalen Alltag ihrer Kinder besser zu verstehen.

Die digitale Welt der Kinder

Wir leben in einer Zeit, in der 96% der 12- bis 19-Jährigen ein eigenes Smartphone besitzen! Das ist eine Zahl, die zum Nachdenken anregt. Kinder und Jugendliche wachsen in einer bunten, aber auch riskanten Medienlandschaft auf. Neben Cybermobbing, das über soziale Medien und Messenger-Dienste stattfindet, gibt es auch Risiken durch kinder- und jugendgefährdende Inhalte. Phishing, Schadsoftware und Datendiebstahl sind nur einige Beispiele, die Eltern und Pädagogen vor große Herausforderungen stellen.

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Umso wichtiger ist es, dass wir als Gesellschaft zusammenarbeiten. Es gibt zahlreiche Angebote, die Eltern und Lehrern helfen, Kinder für die Gefahren im Internet zu sensibilisieren. Das Hilfe-Telefon (0800) 22 55 530 ist nur eine Anlaufstelle, an die sich Betroffene wenden können. Außerdem gibt es Podcasts wie „Update Verfügbar“, die sich mit digitalen Alltagsrisiken auseinandersetzen und wertvolle Tipps geben, wie man Kinder im digitalen Alltag schützt.

Ein offenes Ohr und ein kontinuierlicher Austausch zwischen Eltern, Lehrern und Schülern sind entscheidend, um die Sicherheit im Netz zu erhöhen. Nur so können wir gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Kinder sicher durch die digitale Welt navigieren.